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Bundespolizei setzt die Open Source-Software Pentaho ein

Für die Polizeiliche Eingangsstatistik setzt die Bundespolizei Pentaho ein
Quelle: Bundespolizei

it-novum unterstützt die Bundesbehörde bei der Erstellung und Pflege ihres Data Warehouse mit Analysefunktionen zur Abbildung der Polizeilichen Eingangsstatistik und Einsatzplanung

Fulda, 8. Februar 2017 – Die Bundespolizei setzt die Open Source-Datenauswertungssoftware Pentaho ein, um damit die Polizeiliche Eingangsstatistik und die Einsatzkräfteplanung zu unterstützen. Mit Pentaho erstellt die Bundespolizei Auswertungen im Rahmen ihrer Meldepflichten u.a. gegenüber dem Bundesinnenministerium des Inneren. Die Bundesbehörde hat sich für den Einsatz von Pentaho entschieden, weil die Software quelloffen ist, über offene Schnittstellen verfügt und die gefragten Funktionen im Bereich Datenintegration und Data Warehouse aufweist. Projektpartner ist it-novum, von der die Bundespolizei Beratungs-, Implementierungs- und Support-Leistungen sowie die Pentaho-Lizenzen bezieht.

Die Bundespolizei erstellt mit Pentaho die Polizeiliche Eingangsstatistik und berechnet den dynamischen Bedarf an Einsatzkräften im Bereich der großen Flughäfen sowie deren Dienstpläne. Die Polizeiliche Eingangsstatistik umfasst 20 Handlungsfelder, unter anderem Einreisezahlen an den Grenzen, Asylfälle, Straftaten oder Fahndungstreffer. Zu ihrer Berechnung führt die Bundespolizei in Pentaho Daten aus verschiedenen Systemen zusammen und bereitet sie einheitlich auf. Basierend auf diesem Datenbestand kann die Behörde nicht nur ein Großlagebild anhand von Reports erstellen, sondern verschiedenen Benutzergruppen auch einen Zugang zu Datenauswertungen über Webfrontends ermöglichen. Das Projekt führt die Bundespolizei in Zusammenarbeit mit dem Pentaho-Partner it-novum durch. Der IT-Berater ist seit 2009 führend bei der Beratung, Implementierung und Schulung für Pentaho-Projekte.

Bessere Einsatzkräfteplanung durch verbesserte Integrationsmöglichkeiten
Die Bundespolizei setzt Pentaho für die Abbildung der Datenintegrationsprozesse und des Data Warehouse ein. Die Software wurde ausgewählt, weil sie offene Schnittstellen bietet und damit die Möglichkeit, Informationen aus verschiedenen Datenquellen zu integrieren. So lädt die Behörde zum Beispiel täglich die bundesweit gültigen Flugpläne vom Flughafenkoordinator des Bundes in das System. Angereichert mit weiteren Informationen stellt das die Grundlage für die Berechnung des Einsatzkräftebedarfs am jeweiligen Flughafen dar.

Auch die Dienstplanung deckt die Bundespolizei mit Pentaho ab. Die Buchungsdaten aller Zeiterfassungsterminals der Behörde fließen in das System, wo sie aufbereitet und anschließend an die interne Dienstplanungssoftware übergeben werden. Damit wird es erheblich leichter, die tägliche Einteilung der Einsatzkräfte vorzunehmen und zu planen. Die Bundespolizei kann dadurch flexibler auf akuten Handlungsbedarf reagieren wie zum Beispiel im letzten Jahr bei der personellen Verstärkung bestimmter Grenzübergänge im Zusammenhang mit den Flüchtlingsströmen.

Hohe Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Rahmenbedingungen
Die Bundespolizei gewinnt durch Pentaho eine große Flexibilität im Betrieb, weil das System auf Open Source-Technologien beruht und dadurch schnell angepasst werden kann, wenn sich politische, gesellschaftliche oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen ändern. Die Behörde kann dadurch schneller ihren Berichtspflichten gegenüber nationalen und europäischen Institutionen wie Frontex nachkommen.

Datenaustausch mit anderen Behörden oder Ländern möglich
Über die Schnittstellen ist es außerdem grundsätzlich möglich, Informationen (z.B. über Einreisezahlen an den Grenzen) anderen Institutionen oder Ländern im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen zur Verfügung zu stellen. Der Austausch von Informationen zwischen Behörden scheitert meistens an technischen Hürden, da Datenformate oder Schnittstellen nicht miteinander kompatibel sind. Pentaho kann durch die offenen APIs nicht nur mit den meisten Interfaces kommunizieren, sondern ermöglicht es auch, Daten aufzubereiten und zu konsolidieren, sodass sie sich für verschiedene Zielgruppen und Zwecke zur Verfügung stellen lassen. Momentan stellt die Bundespolizei die Daten in Webfrontends zur Analyse bereit, für die Zukunft ist geplant, sie auch in Dashboards zu visualisieren.

Projektpartner it-novum
Die Behörde arbeitet bei dem Projekt mit dem IT-Beratungsunternehmen it-novum zusammen. it-novum ist Partner von Pentaho und erbringt für die Bundespolizei Beratungs-, Implementierungs-, Support- und Schulungsleistungen. it-novum ist der wichtigste Partner von Pentaho im deutschsprachigen Raum und hat seit 2009 viele große Pentaho-Projekte umgesetzt. Die Zusammenarbeit mit der Bundespolizei ist auf sieben Jahre angelegt, während der die Behörde die Lösung schrittweise ausbauen und noch stärker integrieren möchte.

Weitere Informationen
Interview mit Michael Becker, Projektleiter bei der Bundespolizei

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