openATTIC wird zur Management-Oberfläche für Ceph

openATTIC wird zur Management-Oberfläche für Ceph

Gemeinsam mit SUSE werden wir openATTIC um Managementfunktionen für Ceph erweitern
Gemeinsam mit SUSE werden wir openATTIC um Managementfunktionen für Ceph erweitern

Eine Managementoberfläche für Ceph – was seit längerem der Traum vieler Admins und Storage-Anbieter ist, könnte jetzt Realität werden. Gemeinsam mit SUSE werden wir in den nächsten Monaten an einem grafischen Management-Frontend für Ceph arbeiten. Zum Einsatz kommt dabei unsere Storage-Plattform openATTIC. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit, die auch für OpenStack-Anwender große Erleichterungen für den Umgang mit Ceph-Clustern bringen wird.

Ceph ist ein Open Source-Projekt für Storagemanagement, das von vielen Unternehmen für den Betrieb von OpenStack-Clustern eingesetzt wird. Ceph ist ein mächtiges Tool, hat jedoch ein Problem: als Kommandozeilentool ist es nicht von jedermann einfach zu administrieren. Der Einsatz erfordert ein nicht unbeträchtliches Maß an Knowhow im Unternehmen bzw. entsprechende Einarbeitung.

Einige Storage-Hersteller haben deshalb schon vor längerer Zeit versucht, Ceph „zu zähmen“, indem sie an Managementfunktionen für Ceph arbeiten. Einige dieser Initiativen sind recht schnell im Sande verlaufen, die übrigen kommen nicht richtig vorwärts: bis heute existiert keine ernstzunehmende Managementoberfläche für Ceph.

Managementoberfläche für Ceph
Durch eine Technologiepartnerschaft mit SUSE wollen wir diesen Zustand ändern. Wie wir soeben mit SUSE angekündigt haben, werden wir gemeinsam ein Management-Frontend für Ceph entwickeln. Als Basis dafür dient openATTIC. openATTIC ist ein Open Source-Projekt für die Verwaltung von Storage-Ressourcen, das vollständig auf offenen Technologien basiert. Zusammen mit den Entwicklern von SUSE werden wir openATTIC um Management-Funktionalitäten für Ceph erweitern, um die Verwaltung von Speicherressourcen und Ceph-Clustern einfacher zu gestalten. openATTIC fungiert dabei nicht nur für Ceph als Frontend, sondern soll auch Teil von SUSE Enterprise Storage (SES) werden, SUSEs eigener Ceph-Distribution. Die Kooperation könnte für Unternehmen, die OpenStack und Ceph einsetzen, einen Quantensprung bedeuten, weil sie die Verwaltung von Ceph-Clustern mit einem Schlag einfach und damit auch günstig macht. Dazu hier die Diskussion, die wir mit den Analysten von 451 Research über die Bedeutung und Reichweite der Partnerschaft geführt haben).

Was bedeutet die Zusammenarbeit für openATTIC?
Für mich als Teil des openATTIC-Entwicklungsteams ist die Partnerschaft von großer Bedeutung. SUSE ist eine etablierte und renommierte Größe im Linux-Markt und ist ein Synonym für Qualität. Die Auswahl von openATTIC als zukünftiges Frontend für SES ist für uns deshalb eine große Auszeichnung. Ich erwarte, dass die Zusammenarbeit den Bekanntheitsgrad von openATTIC als Open Source-Projekt erhöhen wird. Das bedeutet nicht nur mehr Anwender, sondern auch eine aktivere User-Community und damit eine Verbesserung der Qualität der Software, weil wir mehr Feedback, Bug-Reports und hoffentlich auch Patches erhalten werden.

Die Entwicklung von Funktionalitäten für Ceph steht schon seit längerem auf der Roadmap für openATTIC. Dass wir ab nun von SUSE unterstützt werden, beschleunigt die Entwicklung natürlich stark. SUSEs Expertise im Ceph- und OSS-Storage-Bereich ist sehr wertvoll für uns, um die Positionierung und Erweiterung von openATTIC als Produkt zu verbessern.

Das Ökosystem von openATTIC erweitert sich durch die Kooperation, weil es im SUSE Build Service für SLES und SUSE Leap verfügbar sein wird. Dadurch können wir mehr Plattformen unterstützen, was für den Kunden bessere Wahlmöglichkeiten bedeutet.

Welche Vorteile haben Kunden durch Ceph/openATTIC/SES (im Vergleich zu anderen Storage-Produkten)?
openATTIC basiert auf Linux und etablierten Open Source-Technologien. Es unterstützt daher eine große Bandbreite von Lösungen im Hardware und Software. Da die zugrunde liegende Linux-Distribution frei gewählt werden kann, ist der Anwender nicht gezwungen, den ganzen „Solution Stack“ eines Herstellers verwenden zu müssen. openATTIC kann flexibel als eigenständiger Baustein in einer bestehenden Systemlandschaft eingesetzt werden oder innerhalb einer Open Source-Strategie. Wir versuchen, uns bei openATTIC auf das Prinzip „Simplicity“ zu konzentrieren: der Fokus liegt ausschließlich auf dem Storage Management, Themen wie Virtualisierung, Container o.ä. lassen wir bewusst außen vor.

Wir entwickeln Open Source, weil wir so transparenter und dynamischer entwickeln können. Eine Software in einem derart von technischen Neuerungen geprägten Umfeld muss unserer Meinung nach „community-driven“ entwickelt werden, um den Anwender direkt in den Entwicklungsprozess einbeziehen zu können. Nur durch den Open Source-Ansatz kann es gelingen, openATTIC an die sich ständig ändernden Anforderungen im Storage-Segment anzupassen. Die it-novum steht dabei als unterstützende Kraft hinter dem Projekt.

Nachtrag: Das openATTIC-Projekt ist zusammen mit dem Storage-Bereich der it-novum zum November 2016 an SUSE übergegangen. SUSE wird openATTIC zum Management-Frontend für die Verwaltung von Ceph-Clustern weiterentwickeln.

10. März 2021

Die Rolle von Daten in der Digitalisierung

Wie wird man smart mit Hilfe von Sensoren und Open Source-Technologien?

17. März 2021

Data Catalog

Unternehmensdatenbestände einfach klassifizieren und organisieren

18. März 2021

360 Grad Impulse

360 Grad Impulse für KMU – Digitalisierung, Analytics & IoT Daten – der Motor der Digitalisierung

24. März 2021

Meet & Eat Online Event

Wie Sie mit Open Source Tools Ihre Datenrevolution vorantreiben!
Standorte