Skip to main content

SAP Monitoring

SAP-Monitoring mit openITCOCKPIT

Das openITCOCKPIT SAP-Monitoring Modul erlaubt ein umfassendes und ressourcen-schonendes Überwachen von SAP-Umgebungen. Eine einfache Installation über den integrierten openITCOCKPIT Paket Manager stellt nach Best-Practice-Ansätzen vorbelegte Host- und Service Templates zur Verfügung. Diese können bei Bedarf mit geringem Aufwand individualisiert werden.

Expertentipp

Beim openITCOCKPIT SAP-Monitoring wird kein SAP Solution Manager als Datenquelle benötigt!

Das Modul ermittelt Informationen über

  • das Computing Center Management System (CCMS)
  • das Business Application Programming Interface (BAPI)
  • RFC-Funktionen und
  • den SAP Control Webservice

direkt vom zu überwachenden SAP-System.

Features, die für SAP-Monitoring mit openITCOCKPIT sprechen

  1. SAP-Systeme werden einfach und ohne aufwändige Agentenregistrierung eingebunden, weil direkt auf die Schnittstellen der SAP-Systeme zugegriffen wird
  2. openITCOCKPIT ermittelt die Daten direkt von den SAP-Systemen und benötigt somit keinen SAP Solution Manager zur Datenermittlung.
  3. In Verbindung mit dem Distributed Monitoring Modul skaliert openITCOCKPIT in sehr großen SAP-Umgebungen und bietet bei wachsender Anzahl von Systemen volle Flexibilität.
  4. openITCOCKPIT arbeitet für das zu überwachende System ressourcenschonend, weil mehrere Metriken in einer Datenabfrage ermittelt werden können.
  5. Für ein vom CCMS unabhängiges Monitoring können weitere Datenquellen angebunden werden, unter anderem:
    • Datenbanken
    • Betriebssystemagenten
    • SAP Control Webservices
    • Aufruf von RFC-Funktionen / BAPI-Bausteinen
  6. openITCOCKPIT kann in Kombination mit dem Modul Eventkorrelation den „tatsächlichen“ Grund (Root Cause) für einen Ausfall ermitteln.
  7. Die Übermittlung externer Ereignisse und die Übertragung von Ergebnissen aus End-2-End-Checks können über die API einfach in openITCOCKPIT integriert werden.
  8. Die Erweiterung des Monitorings durch selbstentwickelte Skripte ist in openITCOCKPIT leicht möglich.

Grafische Benutzeroberfläche für Administration und Visualisierung

Ein wesentliches Merkmal von openITCOCKPIT ist die einfache und intuitive Administration über die grafische Benutzeroberfläche. Dazu gehört insbesondere das Einrichten von Überwachungs-Templates, das Hinzufügen von Hosts und Services sowie die Einrichtung von Maps, Reports und Eventkorrelationen.

Im Dashboard wird der Status der gesamten IT mittels Maps, Ampeln, Tachos und Graphen übersichtlich dargestellt, ebenso die Ursachen für Ausfälle von wichtigen Knoten oder Diensten.

Über ein feinkörniges Rollen- und Berechtigungskonzept können individuelle Dashboards für die jeweiligen Unternehmensfachbereiche zur Verfügung gestellt werden.

Mit dem Modul Eventkorrelation können zudem nicht nur einzelne Dienste, sondern auch Cluster und komplette Prozessketten überwacht werden.

Das openITCOCKPIT Maps Modul stellt Statusinformationen und Korrelationen in graphisch ansprechender Form dar.

Praxisbeispiel

Die ifm-Gruppe überwacht mit openITCOCKPIT seine SAP-Landschaft. In das Monitoring sind knapp 50 Applikationsserver und rund 40 Datenbanken eingebunden. Damit überblickt das Unternehmen seine gesamte IT-Infrastruktur einschließlich der SAP-Applikationen mit einer einzigen Monitoringsoftware. Die Daten stehen zentral in openITCOCKPIT bereit und müssen nicht aus verschiedenen Systemen gezogen und zusammengefasst werden.

Das SAP-Monitoringmodul von openITCOCKPIT ermittelt die Daten direkt in den SAP-Systemen und benötigt somit keinen SAP Solution Manager als Datenquelle. Weil direkt auf die Schnittstellen der SAP-Systeme zugegriffen wird, ist die SAP-Überwachung agentenlos und damit ressourcenschonend und sehr performant.

Expertenempfehlung

Mit openITCOCKPIT brauchen Sie nur noch ein Monitoringtool, um die gesamte IT inklusive Netzwerk, Server und SAP zu überwachen. Dadurch sparen Sie  Ressourcen und es erlaubt Ihnen einen einheitlichen Blick auf die IT.

Non-SAP Checks: Hardware, Betriebssystem, Datenbank, Tools

Generell beinhaltet ein umfassendes Monitoring nicht nur die Überwachung der SAP-Systeme, sondern auch Sichten auf SAP-fremde Services. Zu nennen sind hier Checks von Mailservices, Netzwerkinfrastruktur und vieles mehr. openITCOCKPIT bietet hier die Möglichkeit, eine Vielzahl an Überwachungen zu implementieren.

Für weitere Informationen lesen Sie SAP-Monitoring mit ganzheitlichem Ansatz.

Kundenstimmen

„Das SAP-Monitoring von openITCOCKPIT erlaubt uns die lückenlose Überwachung unserer SAP-Systeme. Der Clou an der Sache ist, dass wir die Daten aus SAP nicht isoliert von der übrigen Infrastruktur sehen, sondern sie in openITCOCKPIT zusammengefasst sind. Dadurch haben wir einen umfassenden Blick auf unsere IT-Landschaft.“
Martin Wiggermann, ifm electronic

 „Das SAP-Monitoring mit openITCOCKPIT garantiert die Erreichbarkeit und Stabilität unserer SAP-Systeme. Es trägt so entscheidend zur Zufriedenheit der Anwender und zu unserem Geschäftserfolg bei.“
Thomas Rössler, Leiter Informationstechnologien, Stadtwerke Gießen

SAP-Monitoring mit ganzheitlichem Ansatz

Bei SAP-Monitoring denkt jeder sofort an den Solution Manager von SAP. Die meisten Anwender stehen deshalb einem Open Source-Ansatz skeptisch gegenüber. Dabei lassen sich mit offenen Technologien das CCMS, der SAP Control Webservice, RFC-Funktionen und BAPI ansprechen und damit in ein zentrales Monitoring integrieren. Eine solche Integration bietet neben der reinen Überwachung noch weitere Möglichkeiten: So lassen sich zum Beispiel Metriken aus der SAP-Überwachung mit Metriken der Infrastruktur in Verbindung bringen. Dadurch, dass alle an einem Business-Service beteiligten IT-Systeme miteinander in Beziehung gesetzt werden, entsteht ein umfassendes und businesstaugliches Monitoring, mit dem sich auch große SAP- und IT-Landschaften lückenlos überwachen lassen.

SAP hat in Sachen Standardisierung von IT-gestützten Geschäftsprozessen Maßstäbe gesetzt und Fachanwendern das Leben deutlich erleichtert. Daran besteht kein Zweifel. Allerdings bedeutet es für Basis-Administratoren und Modulbetreuer einen riesigen Kraftakt, die notwendigen Voraussetzungen dafür im Backend zu schaffen. Dazu gehört auch die Überwachung von SAP: Nur wer seine SAP-Systeme umfassend überwacht, kann seine Geschäftsprozesse stabil betreiben.

Die Motivation für ein SAP-Monitoring

Warum SAP überwachen? Die primäre Motivation für den Einsatz oder die Optimierung eines SAP-Monitorings ist es, die Stabilität von SAP zu erhöhen und Ausfälle und Engpässe auf ein Minimum zu beschränken. Eine weitere wichtige Rolle spielen die Einsparung von Kosten und transparente IT-Services.

Die sekundäre Motivation betrifft die Automatisierung von Routinetätigkeiten, wie z.B. das kontinuierliche Checken von Logfiles oder die Überprüfung von einzelnen Instanzen. Durch die regelmäßige Überwachung werden die Administratoren entlastet und können sich mehr auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Da die Überwachung automatisiert und immer nach den gleichen Kriterien erfolgt, werden zudem menschliche Fehler vermieden.

Und natürlich macht die Verfügbarkeit von verlässlichen Performance-Daten das System transparent und erzeugt Vertrauen. Die Werte können als Basis für ein Reporting genutzt werden und so als Verfügbarkeitsnachweis oder Datenbasis für die Performanceanalyse und das Kapazitätsmanagement dienen. Entsprechend aufbereitet unterstützen die Daten dadurch das Management bei der Entscheidungsfindung. Für ein Monitoring und insbesondere für die Überwachung von SAP sprechen also viele Gründe.

Herausforderungen

Wer sich schon einmal mit dem Thema SAP-Monitoring auseinandergesetzt hat, wird festgestellt haben, dass es eine Vielzahl von Leistungsindikatoren und Metriken gibt, die überwacht werden können. Die Auswahl der für den Betrieb kritischen Parameter ist dabei elementar wichtig, denn ein gutes Monitoring zeichnet sich eben nicht durch die Quantität der überwachten Metriken aus, sondern um ein gesundes Verhältnis von wichtigen Metriken und bewusstem „Nicht-Messen“ – gerade beim SAP-Monitoring ist es leicht, unzählige Daten zu erheben, mit denen man aber nur wenig anfangen kann.

SAP hat in seiner langen Geschichte eine ganze Menge an Managementplattformen und Tools entwickelt. Während die SAP-eigenen Überwachungstools wie das SAP Computer Center Management System (CCMS), CEN, GRMG, der SAP-Performance-Monitor (ST03n) oder eCATT einen differenzierten Einblick in das Innenleben eines SAP-Systems ermöglichen, hat man mit der Open Source-Software Nagios die gesamte Netzinfrastruktur im Blick. Das ist gerade bei Systemausfällen mit nicht sofort erkennbarer Ursache ein unschätzbarer Vorteil.

Leider trägt das aber nicht unbedingt zu einer besseren Übersicht bei. Mit dem Solution Manager 7.2 hat SAP eine weitere neue Architektur geliefert (nachfolgend als SolMan bezeichnet). SAP Basis-Administratoren haben damit eine Reihe neuer Themen vor sich. So hat sich SAP durch die Integration des Wily Introscope insbesondere im Java-Umfeld deutlich weiterentwickelt. Auch verlässt sich SAP nicht mehr nur auf die Informationen aus dem CCMS, sondern nutzt auch andere Quellen wie beispielsweise Datenbankverbindungen und den SAP Diagnostics Agent.

Abgesehen von der gestiegenen Komplexität weist der SolMan aber einen weiteren entscheidenden Nachteil auf: Nicht-SAP-Systeme können entweder nur rudimentär oder gar nicht überwacht werden. Der SolMan stellt folglich eine Monitoring-Insel innerhalb des SAP-Kosmos dar. Dabei sind die Verbindungen von SAP mit anderen Systemkomponenten und Applikationen nicht zu unterschätzen: Oft ist ein vermeintliches SAP-Problem in Wahrheit ein Problem der Basisinfrastruktur oder von Drittanwendungen.

Neben der Komplexität von SAP und den damit verbundenen sehr hohen Anforderungen an das Wissen der Mitarbeiter besteht die große Herausforderung des SAP-Monitorings darin, eine umfassende Überwachung einzurichten, die alle Abhängigkeiten zwischen SAP und Drittsystemen berücksichtigt.

In diesem Beitrag versuchen wir einerseits, die Komplexität des SAP-Monitorings ein wenig zu reduzieren, indem wir beschreiben, wie es mit allen Abhängigkeiten aufgebaut werden kann. Andererseits wollen wir Wege zeigen, wie bei der Überwachung die Lücke zwischen SAP und Drittsystemen geschlossen werden kann, unter anderem durch die Zuhilfenahme von Open Source-Tools.

Neue Technologien

Um aus der reinen SAP-Überwachung ein umfassendes Monitoring machen zu können, lohnt es sich, den Blick über den Tellerrand zu werfen: Im Umfeld der Monitoring-Lösung Nagios existieren einige Plugins, die ihre Informationen über eine Integration des SAP CCMS beziehen. SAP-Monitoring geht aber weit über eine reine Anbindung des CCMS hinaus. Um langfristig gerüstet zu sein, bedarf es der Integration mehrerer Schnittstellen und Anbindung neuer Technologien. So ist das Monitoring der Java-basierten SAP-Systeme durch das CCMS nur stark eingeschränkt möglich. Hier muss also eine Alternative her.


Der neue Ansatzpunkt heißt SAP Control Webservice und bietet folgende Funktionen:

  • ABAPReadSyslog: Informationen im Stil der Transaktion SM21
  • ABAPGetWPTable: Informationen im Stil der Transaktion SM50
  • GetAlertTree: Informationen im Stil der Transaktion RZ20
  • GetAlerts: Informationen zu allen Alerts
  • GetProcessList: Überwachung von Message-Server und Dispatcher
  • J2EE: Informationen über diverse Java-Metriken und Statistiken
  • EnqGetStatistic: Enqueue Statistiken (Enqueue-Errors, Dequeue-Errors)
  • EnqGetLockTable: Informationen über Sperreinträge

Was der SAP Control Webservice bereitstellen kann, ist von der Version und der Art des Systems abhängig.

Die Architektur des SAP-Monitorings

Mit dem SolMan 7.2 führt SAP ein zentrales Monitoring ein, das seine Informationen nicht mehr nur aus dem CCMS bezieht, sondern auch andere Datenquellen anbindet und alle Informationen in einer zentralen Oberfläche bereitstellt.

Eine empfehlenswerte Vorgehensweise beim Aufbau eines SAP-Monitorings sieht so aus, dass man das Monitoring in Teilbereiche zerlegt, wodurch SAP und einzelne Komponenten wie Datenbank, Betriebssystem, Hardware etc. voneinander unabhängig gemessen werden.

Hardware

Eine oftmals vernachlässigte, aber elementare Komponente bei der Überwachung von SAP-Systemen ist eine funktionierende Hardware. Die Hardware-Informationen können durch die Hardware-Agenten der einzelnen Hersteller (DELL, Fujitsu, HP, IBM) über Simple Network Management Protocol (SNMP) bereitgestellt werden und lassen sich so in das zentrale Monitoring integrieren. Das ist deshalb wichtig, weil auch die besten Redundanzen wie RAID (Redundant Array of Independent Disks) langfristig nichts bringen, wenn ihr Status nicht mit überwacht wird.

Betriebssystem

Neben der Hardware ist das Betriebssystem eine weitere wichtige Komponente des SAP-Monitorings. Es bildet die Basis für die zu überwachenden Anwendungen und muss daher selbstverständlich auch erfasst werden. Um Abhängigkeiten zum CCMS zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Überwachung mittels Betriebssystemagenten durchzuführen. Insbesondere die Auslastung und Füllgrade von Festplatten sind im SAP-Bereich ein wichtiger Faktor, denn die Erfahrung zeigt, dass häufig eine vollgelaufene Partition der Grund für den Stillstand eines SAP-Systems ist. CPU- und Memory-Statistiken geben darüber hinaus einen guten Überblick, ob das Betriebssystem an seine Leistungsgrenzen stößt.

Datenbank

Die Datenbank wird von SAP benötigt und sollte deshalb ebenfalls überwacht werden. Auch hier spielt neben dem Kriterium der erfolgreichen Verbindung zur Datenbank insbesondere der Parameter „Auslastung von Speicherplatz“ eine zentrale Rolle. Fehlermeldungen von Datenbanken werden in der Regel in Logfiles geschrieben, die ausgewertet werden sollten. Die eingesetzte Methode sollte dabei nicht nur „stumpf“ das Logfile auf Treffer durchforsten, sondern verschiedene Mechanismen zur Fehlerbetrachtung bereitstellen.

Eine gute Methode zeichnet sich dadurch aus, dass auch die Angabe von kritischen, warnenden und Ok-Mustern, Log-Rotationen und die ausschließliche Betrachtung von neu hinzugekommenen Zeilen möglich ist.

SAP Basis

Während die vorangegangenen Kapitel die Komponenten aufgezählt haben, die SAP als Grundlage dienen, geht es in diesem Abschnitt um die eigentliche Überwachung des SAP Basis-Systems.

Zu einer Basis-Überwachung sollten die folgenden Metriken gehören:

  • SM04 Anzahl Nutzer
  • SM12 Sperreinträge: Enqueue Errors / Dequeue Errors
  • SMQ1 Status qRFC Ausgang
  • SMQ2 Status qRFC Eingang
  • SM13 Verbuchungsaufträge
  • SM37 Aborted Jobs / Longrunners
  • SM 50 Error in Dialog, Batch, Update Prozesse
  • SM 51 Status SAP Server SM21 Syslogfrequency
  • SM 56 Nummernkreise noch frei
  • SM58 TRFC Status
  • SPAD Spoolerstatus / Spool Used Numbers
  • ST03N Dialogantwortzeit
  • ST22 Shortdumps / Shortdumpfrequency
  • SM21 Syslogfrequency
  • SCC4 Systemänderbarkeit (Tabelle T000)
  • WE02 Fehlerhafte IDOCs


Die ausgewählten Metriken aus CCMS und SAP Control Webservice wurden in Anlehnung an die wichtigsten Transaktionen ausgesucht. Dabei sollte man darauf achten, dass sich das gewählte Monitoring stets einfach an die eigenen Anforderungen anpassen lässt.

Wenn Ihr SAP-Monitoring die bislang beschriebenen Punkte umfasst, verfügen Sie über eine umfassende Überwachung der SAP Basis. Sie haben damit die Grundlage für ein funktionierendes SAP-System geschaffen.

Applikation

SAP-Monitoring endet nicht mit der Überwachung von Performanceindikatoren. Es ist ebenso wichtig, die Applikation aus Sicht des Anwenders zu betrachten, um so die Funktion des SAP-Systems als Ganzes im Blick zu behalten.

Die Erfahrung zeigt, dass sich Applikationen am besten über ein End2End-Monitoring überwachen lassen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Anwendung auch wirklich funktioniert. Ein gutes End2End-Monitoring zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht nur mit einem Recorder aufgezeichnet wird, sondern auch auf Aktionen reagieren kann. Deshalb sollten die Abläufe und auftretende Besonderheiten und Probleme möglichst genau beschrieben werden.

Es ist empfehlenswert, spezielle End2End-Roboter einzusetzen, die zyklisch fest definierte Useraktionen über die SAP-GUI durchführen. Das können Aktionen angefangen vom SAP-Login bis hin zum Befüllen von Suchmasken sein. Die verstrichene Zeit zwischen den frei definierten Messpunkten wird ausgewertet, analysiert und an das Monitoringsystem übertragen. Idealerweise befinden sich diese Probes aus Rücksicht auf möglichst reale Rahmenbedingungen an verschiedenen Punkten in der Netzwerktopologie.

SAP-Monitoring mit Open Source-Lösungen

Nagios Plugins for CCMS

Wer an Open Source-Software für Netzwerküberwachung denkt, denkt an Nagios. Die unter der GPLv2 stehende Lösung ist seit Jahren der De-facto-Standard in diesem Bereich. Durch den modularen Aufbau und die erweiterbare Architektur eignet sich das Tool für die Überwachung von komplexen Systemlandschaften mit SAP und anderen proprietären Anwendungen. Plugins übernehmen bei Nagios die Überwachung der verschiedenen Komponenten.

Die Nagios Plugins for CCMS sind wohl die bekanntesten für das CCMS und gelten als Vorbild für die Integration von CCMS-Metriken in Nagios. Mit den Plugins ist es möglich, Parameter aus dem CCMS zu beziehen und darzustellen.

Problematisch sind jedoch die Anzahl der Verbindungen zu SAP und die Ausführung vieler aktiver Checks in Nagios. Deshalb erstellt man häufig ein spezielles Monitoring-Set, das abgerufen wird. Der Output wird in einer Textdatei gespeichert. Generell ist das ein guter Ansatz, da dadurch das SAP-System entlastet wird.

Die Konfiguration erfolgt über die Konfigurationsdateien. Man benötigt dazu zwingend den Zugriff auf SAP, um die Informationen über Metriken und Monitoring-Sets beziehen zu können.

openITCOCKPIT mit SAP-Monitoring-Modul

Verfügbare Monitoring-Lösungen haben eines gemeinsam: die Entlastungen wirken sich entweder positiv auf die Performance von SAP aus oder auf die des Monitoring-Systems – aber nicht auf beide gleichzeitig.

Ein Ansatz, der beide Systeme gleichermaßen entlastet, ist die Nagios-basierte Lösung openITCOCKPIT. Das SAP-Monitoring-Modul von openITCOCKPIT verfolgt zwei Ziele: Die Integration des SAP Control Webservice garantiert eine zukunftssichere Überwachung von SAP-Systemen. Durch die Architektur der Plugins und ihr Zusammenwirken mit einem aktiven Check und multiplen passiven Checks werden die SAP-Systeme und das Monitoring-System entlastet. Beim openITCOCKPIT SAP-Monitoring wird kein SAP Solution Manager (SolMan) als Datenquelle benötigt. Durch die Möglichkeit des verteilten Monitorings (Distributed Monitoring) wird zudem die Skalierbarkeit deutlich erhöht, sodass openITCOCKPIT auch große SAP-Landschaften und weitreichende Infrastrukturumgebungen überwachen kann.

Für ein unabhängiges und erweitertes Monitoring können über das CCMS hinaus weitere Datenquellen angebunden werden. Dies sind unter anderem:

  • Datenbanken
  • Betriebssystemagenten
  • SAP Control Webservices
  • Aufruf von RFC-Funktionen / BAPI-Bausteinen

openITCOCKPIT ist in einer Community-Version auf Github erhältlich. Sie bietet umfassende Möglichkeiten zur Netzwerk-Überwachung. Für die Überwachung von SAP-Systemen muss das kostenpflichtige SAP-Monitoring-Modul erworben werden.

Fazit

Viele Wege führen zum Ziel und eine Basisüberwachung von SAP ist mit vielen verschiedenen Tools möglich. Die Bordmittel von SAP bieten Zugriff auf alle relevanten Daten und ermöglichen es auch, Komponenten über die reine SAP-Landschaft hinaus zu überwachen. Leider ist die Einrichtung und Konfiguration der verschiedenen Tools sehr komplex und teilweise nicht automatisch möglich.

Um langfristig die Grundlage für ein umfassendes Monitoring von SAP zu schaffen, ist es wichtig, auf Technologien wie den SAP Control Webservice zu setzen. Open Source-Software wie openITCOCKPIT bietet einen einheitlichen Blick auf die gesamte IT inklusive Netzwerk, Server und SAP und gleichzeitig eine einfache und intuitive Konfiguration und Betrieb im Vergleich zum SolMan.

Sie haben Fragen zum SAP-Monitoring?

Dann wenden Sie sich jetzt an unsere Experten!

Anfrage Senden

Unser gesamtes ITSM Team ist ITIL zertifiziert!


it-novum GmbH Deutschland

Hauptsitz: Edelzeller Straße 44, 36043 Fulda

Niederlassung: Siemensdamm 50, 13629 Berlin

Niederlassung: Ruhrallee 9, 44139 Dortmund

 

info@it-novum.com

+49 661 103 - 322

+49 661 103 - 597

Heap | Mobile and Web Analytics

it-novum Niederlassung Österreich

Office Park 1 / Top B02

1300 Wien-Flughafen

 

 

info@it-novum.at

+43 1 227 87 - 139

+43 1 227 87 - 200