Unboxing Pentaho 5.0

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Pentaho 5.0 ist erschienen!

Lange erwartet, endlich da: Pentaho 5.0. Abbildung: nach Pentaho

Es hat eine Weile gedauert, aber gestern wurde Version 5.0 von Pentaho Business Analytics offiziell vorgestellt. Auf dieses Release habe ich mit Spannung gewartet. Wir arbeiten seit Jahren mit Pentaho und sind momentan der aktivste Partner im deutschsprachigen Raum. Über Neuerungen und Ankündigungen bei der Software freue ich mich daher immer sehr. Was gibt es neues in Version 5.0?

Pentaho 5.0 kommt mit mehr als 250 neuen Features. Sie sollen den Anwender dabei unterstützen, Geschäftsdaten einfacher und schneller zu analysieren und neue Datenquellen ohne großen Aufwand zu integrieren. Tatsächlich gibt es viele neue Möglichkeiten bei den Business Analytics, Informationen aufzubereiten, auszuwerten und zu visualisieren, ob in Berichten, Dashboards oder anderen Visualisierungen. Hier hat sich Pentaho an den Größen am Markt orientiert und kräftig aufgeholt.

Pentaho Data Integration - Verbindung zu MongoDB

Ein ETL-Prozess in Pentaho Data Integration zu MongoDB , z.B. für Big Data-Analysen.

Stark weiterentwickelt präsentiert sich in Pentaho 5.0 der Bereich Big Data Analytics.

Das für mich interessanteste Feature: Für die NoSQL-Datenbank MongoDB gibt es neben den neuen ETL-Funktionen auch verschiedene Möglichkeiten, Reports zu erstellen.

Das neue Layout von Pentaho 5.0

Hell und klar: Das neue Layout von Pentaho 5.0

Die offensichtlichsten Änderungen hat Pentaho an der User-Console vorgenommen. Verabschiedet hat man sich von dem bisherigen Layout, das sehr dunkel war. Pentaho 5.0 präsentiert sich mit der neuen Optik wesentlich freundlicher und moderner. Auch, wenn es „nur was fürs Auge“ ist, begrüße ich die Layout-Änderungen sehr, und viele unserer Kunden sicher auch.

Joe heißt jetzt Admin: Nach vielen Jahren hat sich Pentaho vom Adminnamen "Joe" verabschiedet

Joe heißt jetzt Admin: Nach vielen Jahren hat sich Pentaho vom Adminnamen „Joe“ verabschiedet

Was den Zugriff auf Analysen, Dashboards und Reports betrifft, so wurde auch daran stark gearbeitet. Erster Eindruck: die Navigation ist wesentlich übersichtlicher als die der Vorgängerversionen. Wer die älteren Pentaho-Versionen kennt, wird zwei Dinge sofort vermissen: Joe gibt es nicht mehr! Der von Pentaho so getaufte Admin-User musste dem generischen „Admin“ weichen. Zudem wurde die Enterprise-Console in die User-Console integriert.

Pentaho Operations Mart

Im Operations Mart lässt sich die Leistung der Pentaho-Plattform überwachen

Auch im Bereich Optimierung hat sich bei Pentaho 5.0 einiges geändert. Mit dem neuen Pentaho Operations Mart können Administratoren über Reports und Analysen den Betrieb und die Leistung ihrer Pentaho Plattform auswerten. Beispielsweise kann man so die Nutzung bestimmter Berichte oder die Laufzeit von ETL-Jobs analysieren.

Die Komponente Pentaho Data Integration bietet es eine ganze Reihe neuer Funktionen. Es lassen sich nun so genannte Checkpoints definieren, die einen Neustart der Jobs ab dem letzten erfolgreichen Checkpoint erlauben. Der Pentaho Marketplace erlaubt es analog zu einem App Store, für Pentaho erhältliche Plugins schnell und einfach herunterzuladen. Bei diesem Feature kann Pentaho seine Offenheit voll ausspielen. Ebenfalls interessant ist die Funktion „Kettle JDBC Driver“, über die man auf die Transformationen über SQL/JDBC zugreifen kann. Daneben gibt es auch einige interessante neue Schnittstellen, z.B. zu RedShift, Impala oder Splunk.

Das war es noch nicht mit allen 250 neuen Features, aber für den ersten Überblick reicht es denke ich. Pentaho hat mit Version 5.0 einen weiteren großen Schritt getan und – so viel ist bereits auf den ersten Blick erkennbar – es geschafft, neue Anforderungen im Analyse- und Big Data-Bereich abzudecken. Ich werde mir Pentaho 5.0 in den nächsten Tagen genau ansehen und besonders interessante Features in diesem Blog vorstellen.

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Stefan Müller - Director Business Intelligence & Big Data
Nach mehreren Jahren Tätigkeit im Bereich Governance & Controlling und Sourcing Management ist Stefan Müller bei it-novum gelandet, wo er den Bereich Business Intelligence aufgebaut hat. Stefans Herz schlägt für die Möglichkeiten, die die BI-Suiten von Pentaho und Jedox bieten. Er beschäftigt sich aber auch mit anderen Open Source BI-Lösungen. Seine Begeisterung für Business Open Source für Datenanalyse und -aufbereitung gibt Stefan regelmäßig in Fachartikeln, Statements und Vorträgen und als Experte der Computerwoche weiter.
Webprofile von Stefan: Twitter, XING, Google+

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