Strata + Hadoop World: Make Data Work

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Roger Magoulas (O'Reilly Media), Doug Cutting (Cloudera), Alistair Croll (Solve For Interesting) bei der Eröffnung der Strata+Hadoop World

Die Strata+Hadoop World ist die größte Konferenz zu Hadoop

Unter dem Motto „Make Data Work“ fand vom 5. bis 7. Mai die Strata+Hadoop World in London statt. Mit 1.500 Teilnehmern war die Konferenz bis auf den letzten Platz ausverkauft. Neben vielen Vorträgen und Workshops, welche die neuesten Trends im Big Data- und Data Science-Bereich behandelten, kam dabei auch ein Selfie zum Einsatz.

Rund um Hadoop ging es am ersten Konferenztag. Die vielen verschiedenen Tutorials machten eine Auswahl nicht gerade leicht, ich entschied mich für den Data Driven Business Day. Der Data Driven Business Day orientierte sich an den Möglichkeiten und Herausforderungen durch Big Data für Geschäftstätigkeiten. Besonders spannend zeigte das der Vortrag Situational awareness: This is not the data you’re looking for von Simon Wardley. Simon erklärte mit Hilfe einiger sehr anschaulicher Beispiele, wie Big Data die Unternehmensstrategie beeinflusst. Am Nachmittag nahm ich am Treffen der europäischen Partner von Cloudera teil, eine gute Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.

Der Musikidentifikationsdienst Shazam berechnet mit Big Data-Analysen die Wahrscheinlichkeit von Top-1-Hits

Der Musikidentifikationsdienst Shazam berechnet mit Big Data-Analysen die Wahrscheinlichkeit von Top-1-Hits

Wer landet den nächsten Musikhit?
Die eigentliche Konferenz startete am zweiten Tag. Mike Olson, Chief Strategy Officer von Cloudera, eröffnete die Veranstaltung nicht mit einer gewöhnlichen Keynote – sondern einem Selfie.
Spannende Vorträge kamen von Cait O’Riordan und Tim Harford. Cait O’Riordan arbeitet für den Musikidentifikationsdienst Shazam und präsentierte einige beindruckende Beispiele für Datenanalysen in ihrem Berufsfeld. So kann Shazam aufgrund des Musikhörverhaltens der Benutzer 33 Tage im Voraus einen Nummer 1-Hit in den USA vorhersagen.
Ebenfalls spannend war der Beitrag von Tim Harford, der für die Financial Times arbeitet. Er berichtete in seinem Vortrag Ideas that matter über unterschiedliche Formen der Innovation.

Der Ausstellungsbereich auf der Strata Hadoop World

Der Ausstellungsbereich

Impala und Kylin
Da mich das Thema Business Intelligence / OLAP mit Hadoop sehr interessiert, besuchte ich die Beiträge über Kylin und Impala. Kylin ist eine von Ebay entwickelte OLAP-Engine für Hadoop, mit der sehr große Datenmengen mit SQL bzw OLAP-Cubes analysiert werden können. Impala verfolgt einen ähnlichen Ansatz. Die Anwendung bietet eine hochperformante SQL-Schnittstelle zu Hadoop, um BI-Applikationen entwickeln zu können, ohne die Daten aus dem Cluster zu laden. In einem Vortrag von Cloudera wurden einige Lasttests mit Impala vorgestellt.

Phillip Radley stellte die Datenarchitektur von British Telecom auf der Strata Hadoop vor

Phillip Radley stellte die Datenarchitektur von British Telecom vor

Am dritten Tag der Strata Hadoop kamen Anwender zur Sprache, unter anderem British Telecom, Goldman Sachs und Bloomberg. Ich konzentrierte ich mich auf Vorträge rund um die Themen Spark und Hadoop-Architekturen. Spark ist eine Engine für die schnelle und effiziente Verarbeitung von großen Datenmengen, die unter anderem auch mit dem Hadoop Files System (HDFS) arbeiten kann. Eine der vielversprechendsten Technologien für Realtime Analytics derzeit, gehörte Spark zu den populären Themen auf der Strata Hadoop.

Gut gefüllte Vorträge auf der Strata Hadoop World

Gut gefüllte Vorträge

Die Strata+Hadoop war eine spannende Veranstaltung im Zentrum des dynamischen Hadoop-Umfelds. Die Beiträge fand ich überwiegend sehr gelungen, würde mir aber für das nächste Mal noch mehr Use Case und Anwenderbeispiele wünschen, welche die Einsatzmöglichkeiten von Big Data-Technologien zeigen.

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Stefan Müller - Director Business Intelligence & Big Data
Nach mehreren Jahren Tätigkeit im Bereich Governance & Controlling und Sourcing Management ist Stefan Müller bei it-novum gelandet, wo er den Bereich Business Intelligence aufgebaut und in Richtung Big Data weiterentwickelt hat. Stefans Herz schlägt für die Möglichkeiten, die die BI-Suiten von Pentaho und Jedox bieten, er beschäftigt sich aber auch mit anderen Open Source BI-Lösungen. Seine Begeisterung für Business Open Source im Bereich Datenintelligenz gibt Stefan regelmäßig in Fachartikeln, Statements und Vorträgen weiter.
Webprofile von Stefan: Twitter, LinkedIn, XING

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