Spitzentechnologie aus Fulda: Oberbürgermeister und IHK-Geschäftsführer zu Besuch bei der it-novum

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Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (2.v.r.) und IHK-Geschäftsführer Stefan Schunck (rechts) besuchten die it-novum

Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (2.v.r.) und IHK-Geschäftsführer Stefan Schunck (rechts) besuchten die it-novum. Dazwischen Michael Kienle, Geschäftsführer, und Frauke Steinmetz, Kaufmännische Leiterin

Prominenter Besuch bei der it-novum: Bei einer Firmenführung informierten sich der Fuldaer Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld und IHK-Geschäftsführer Stefan Schunck über unsere technologischen Lösungen. Bei der Entwicklung von Spitzentechnologien und der Nachwuchsförderung gehört it-novum zu den wichtigsten Unternehmen in Osthessen. Dabei haben wir uns als Arbeitgeber und Technologieschmiede noch vor längerem einen Namen gemacht.

2001 ursprünglich aus dem Fachbereich IT der Mehler AG gegründet konnten wir schnell unser externes Geschäft und die Mitarbeiterzahl ausbauen. Heute betreuen wir mit 75 Mitarbeitern eine große Anzahl von Kunden aus dem gesamten deutschsprachigen Raum: vom Fraunhofer Institut über den Mischkonzern Evonik bis zum Großhändler Deutsche See. Auch viele öffentliche Einrichtungen wie die Bundespolizei, die Bayerische Justiz oder die Energieagentur Steiermark gehören dazu.

Aus Anlass unseres fünfzehnjährigen Bestehens und dem Verkauf unserer Storage-Sparte an SUSE luden wir Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schunck und Stefan Hügel von der Wirtschaftsförderung der Stadt Fulda zu einem Firmenrundgang ein. Ziel war es, zu zeigen, dass sich Fulda als Hochtechnologiestandort nicht zu verstecken braucht: die it-novum entwickelt international gefragte High-Tech-Lösungen und zieht mit spannenden Projekten die besten Köpfe an. Zudem engagieren wir uns stark in der Nachwuchsförderung, sowohl im Ausbildungs- als auch im Hochschulbereich.

Starkes Engagement in der Nachwuchsförderung

Anders als viele IT-Unternehmen entwickeln wir ausschließlich vor Ort und nicht im Ausland. Die Strategie dahinter ist einfach: unser Ziel ist es, Mitarbeiter aus der Region zu finden und diese langfristig an uns zu binden. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es schwieriger ist, Arbeitskräfte aus anderen Teilen Deutschlands zu halten als in die Nachwuchsförderung zu investieren. Frauke Steinmetz, die als Kaufmännische Leiterin bei uns auch für das Thema HR zuständig ist, setzt deshalb seit Jahren darauf, unseren Nachwuchs selbst auszubilden: mit jährlich drei jungen Menschen, die eine Ausbildung zur/m FachinformatikerIn (Schwerpunkt Anwendungsentwicklung oder Systemintegration) machen und durch eine enge Zusammenarbeit mit der Hochschule Fulda (unsere aktuellen Ausbildungsangebote findet ihr übrigens hier).

Studenten bietet Frauke die Möglichkeit an, schon während des Studiums Teil eines Projektteams zu werden und die Softwarebranche kennen zu lernen, ob als Werkstudenten, Praktikanten oder im Rahmen einer Bachelor- oder Masterarbeit. Wer im Studium von Anfang an Praxis und Lehre verbinden will, kann bei uns sogar ein duales Studium absolvieren. Durch Gastvorträge und Workshops an der Hochschule spannen wir zudem den Bogen von der Lehre zur Praxis und kooperieren u.a. intensiv mit dem Fachbereich Wirtschaft und Informatik. Der Erfolg kann sich sehen lassen: die meisten unserer 75 Mitarbeiter haben bei uns ihre Ausbildung absolviert (seit Unternehmensgründung 24!) bzw. an der Hochschule Fulda studiert. Zudem bieten wir Schülern die Möglichkeit im Rahmen der Fachoberschule ihr Praktikum zu absolvieren.

Made in Fulda: innovative Lösungen für Industrie 4.0 und Smart City

Trotz unserer intensiven Nachwuchsförderung ist der Kampf um die besten Köpfe hart. Aus diesem Grund haben wir von Anfang an auf die Entwicklung spezialisierter Hochtechnologien gesetzt. Dass unsere Lösungen zu den Besten weltweit gehören, hat spätestens der Kauf unserer Storage-Plattform openATTIC mit dem gesamten Geschäftsbereich durch SUSE letzten November bewiesen. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir openATTIC vollständig in Fulda entwickelt und dabei Weitblick bewiesen haben: SUSE setzt unsere Technologie als Basiskomponente in ihrer Storage-Lösung ein – vor dem Hintergrund der Entwicklungen im Cloud-Bereich bedient damit unser ehemaliges „Baby“ einen riesigen Markt.

Auszubildende arbeiten von Anfang in Projekten mit

Bei der Firmenführung zeigte ich unseren Gästen die Entwicklungsbereiche der it-novum. Gespräche mit verschiedenen Mitarbeitern machten klar, dass bei uns jeder, auch die Auszubildenden, von Anfang an aktiv in Projekte und Entwicklung einbezogen wird. Jeremy Eders ist seit 2015 Auszubildender bei uns und arbeitet seit Beginn der Ausbildung in Kundenprojekten mit. Dem Siebzehnjährigen, der aus Schlüchtern stammt, gefällt besonders, dass er mit Kunden Kontakt hat und dadurch die Probleme und Anforderungen von Unternehmen direkt mitbekommt. Angeleitet von Kollegen, betreut er momentan Kunden beim laufenden Betrieb ihrer Softwarelösung für die IT-Infrastruktur.

In der Abteilung „Business Intelligence & Big Data“ lernten die Besucher Lösungen kennen, mit denen riesige Datenmengen (Big Data) ausgewertet werden können. Stefan Müller stellte exemplarisch die Projekte bei der Bundespolizei, der Finanzmathematik und der Rhein-Sieg Abfallwirtschaftsgesellschaft vor. Stefan wie Frauke sind übrigens gute Beispiel dafür, wie wir als Mittelständler hochqualifizierten Fachkräften attraktive Aufstiegschancen bieten: zwar sind beide ursprünglich aus Fulda, begannen ihre Berufslaufbahn aber u.a. in Frankfurt. Die spannenden Tätigkeiten bei der it-novum führten sie wieder zurück: Stefan baute eine neue Abteilung auf, wo er Forschung und Entwicklung zu Big Data-Themen betreibt, Frauke verantwortet inzwischen die gesamten Bereiche Finanzen und Personal.

Projektpartner der Bundespolizei

Stefan betreut einige der spannendsten unserer Projekte, darunter den Aufbau und die Entwicklung eines Data Warehouse mit Datenanalysen bei der Bundespolizei. Die Bundesbehörde wertet Informationen zu Grenzübertritten oder Asylfällen aus, um sie staatlichen Einrichtungen wie dem Bundesministerium des Inneren oder Frontex bereitstellen zu können. Den interessierten Besuchern schilderte Stefan, wie bei dem Projekt konkrete politische Anforderungen umgesetzt werden müssen wie eine bessere Steuerung der Flüchtlingsströme oder eine rechtzeitige Aufstockung der Einsatzkräfte an den Grenzen.

Im Müll „lesen“: Datenauswertungen für nachhaltige Ressourcenplanung

Sichtlich spannend fanden die Besucher auch unser Projekt bei der Rhein-Sieg Abfallwirtschaftsgesellschaft. Der kommunale Entsorger wertet Müllmengen aus und recycelt das Weggeworfene nicht nur mit modernster Technologie. Er kann daraus auch Rückschlüsse ziehen, wie der wirtschaftliche Aufschwung verläuft und an welchen Punkten er ansetzen kann, um die Recycling-Systeme weiter zu optimieren. Im Sinne der „Smart City“ für eine Kommune ein unverzichtbares Mittel, um möglichst nachhaltig mit ihren Ressourcen umzugehen. Abgesehen von der technologischen Dimension des Projekts finde ich es bemerkenswert, dass selbst im Müll gewinnbringende Daten versteckt sind. Doch sehen Sie sich einfach mal aufmerksam um: Sie werden überrascht sein, wie viele ungenutzte Daten Sie in Ihrer Umgebung entdecken.

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Michael Kienle – Geschäftsführer

„Open Source gehört in die Business-Welt und nicht in die Technologieecke“ – die Auffassung von Open Source als Business-Thema hat Michael Kienle maßgeblich mitentwickelt. Als ehemaliger Chief International Officer für die Open Source Business Foundation und Geschäftsführer eines SAP- und Open Source-Beratungsunternehmens gehört Michael zu den führenden Köpfen in der Open Source-Welt.

Webprofile von Michael: Twitter, XING, LinkedIn

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