So analysiert man Geodaten datenschutzkonform Pseudonymisierung personengebundener Bewegungsprofile und Datenanreicherung

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Lars Behrens ist seit 20 Jahren im Bereich Geodaten tätig

Lars Behrens ist seit 20 Jahren im Bereich Geodaten tätig

Am 11. März findet das siebte Pentaho User Meeting statt. Neben Updates zu Pentaho wird es dieses Mal auch eine Reihe von Live-Demos geben. Eine davon dreht sich um Geodaten und wie sie durch Pseudonymisierung für Analysen genutzt werden können. Ich habe mich dazu mit Lars Behrens vom Geodatenspezialisten ESRI unterhalten.

Herr Behrens, wer sind Sie?

Ich bin 47 Jahre alt, verheiratet, bin in Hannover aufgewachsen, wo ich auch lebe. Nach meinem Geographiestudium bin ich im Rahmen einer Zusatzausbildung im Bereich Geographischer Informationssysteme (GIS) ziemlich schnell zum Thema Geodaten und was man damit alles machen kann gekommen. In den frühen 2000er Jahren war ich an der Erstellung der digitalen Karten für Navigationssysteme im Auto beteiligt. Damals war GPS-Navigation für Jedermann im Gegensatz zu heute noch eine relativ neue Sache.

Nach weiteren Tätigkeiten bei einer großen Bundesbehörde zum Aufbau und der Nutzung von Geodaten komme ich nun mittlerweile auf gut 20 Jahre Erfahrung in diesem Themenfeld. Seit 2016 bin ich beim führenden Anbieter für GIS und Location Intelligence Esri tätig und berate hier insbesondere den Bund, wie durch die Nutzung von Geodaten neue Erkenntnisse und intelligente Planung möglich wird.

Ihre Live-Demo wird sich um „Pseudonymisierung personengebundener Bewegungsprofile und Datenanreicherung“ drehen. Was darf man darunter verstehen und wo kommt hier Pentaho zum Einsatz?

In der Demo sollen über zwei Wege die Mehrwerte von Geodaten aufgezeigt werden. Erstens, indem man die in mobilen Endgeräten anfallenden Bewegungsdaten des Geräteinhabers auf eine Karte bringt und dadurch in Echtzeit aktuelle Positionen von Personen, Fahrzeugen oder anderen beweglichen Objekten auf einen Blick sieht. Über die Pseudonymisierung der Daten kann dabei der Datenschutz gewahrt bleiben, denn es handelt sich ja um personenbezogene Informationen und durch ihre Verwendung dürfen keine Rückschlüsse auf die Person möglich sein.

Zweitens, indem man Positionsdaten mit weiteren Daten, die bereits in Pentaho vorhanden sind, anreichert und damit zusätzliche Erkenntnisse in Entscheidungsprozessen schafft. Das wird über direkte Schnittstellen zwischen GIS und Pentaho erreicht.

Die Lösung wendet sich vor allem an staatliche Behörden. Wo sehen Sie Einsatzmöglichkeiten für Unternehmen?
Einsatzmöglichkeiten ergeben sich in allen Bereichen, in denen die aktuelle Position einen Mehrwert in konkreten Arbeitsprozessen bietet. Dazu gehören die Einsatzplanung bei der Polizei genauso wie die Nachverfolgung von Fahrzeugflotten im Außendienst oder Wartungsarbeiten an Infrastruktureinrichtungen.

Was ist Ihre Erwartung an das User Meeting?

Ich erwarte vom Anwendertreffen einen Austausch von Anbietern und Nutzern, die mit verschiedenen Datenbeständen arbeiten und Mehrwerte durch die Verbindung verschiedener Daten generieren möchten. Bei der Live-Demo möchte ich besonders den im Big Data-Umfeld oft noch vernachlässigten Aspekt der Geodaten stärker ins Blickfeld der Nutzer bringen.

Das Pentaho User Meeting ist das zentrale Treffen der Pentaho-Anwender im deutschsprachigen Raum. Es findet am 11. März in Frankfurt statt, die Teilnahme ist kostenlos. Zur Anmeldung

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Stefan Müller - Director Big Data Analytics
Nach mehreren Jahren Tätigkeit im Bereich Governance & Controlling und Sourcing Management ist Stefan Müller bei it-novum gelandet, wo er den Bereich Big Data Analytics aufgebaut hat. Stefans Herz schlägt für die Möglichkeiten, die die BI-Suiten von Pentaho und Jedox bieten, er beschäftigt sich aber auch mit anderen Open Source BI-Lösungen. Seine Begeisterung für Business Open Source im Bereich Datenintelligenz gibt Stefan regelmäßig in Fachartikeln, Statements und Vorträgen weiter.
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