„Projekt Schweiz“ erfolgreich gestartet

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Sitz der Niederlassung ist das Regus-Büro am Flughafen Zürich.

Im Februar haben wir unsere Niederlassung in der Schweiz eröffnet und damit unseren Wachstumskurs weiter fortgesetzt. Anlass für das Schweizer IT-Magazin Swiss IT Reseller sich mit Stephan Köpfli, Geschäftsführer der it-novum Schweiz GmbH, über den Schweizer IT-Markt, Schweizer Kunden und potentielle neue Mitarbeiter zu unterhalten.

Wieso hat sich it-novum für eine Schweizer Niederlassung entschieden? Wieso wurde diese notwendig und was erhofft man sich davon?

Aus drei Gründen: in der Schweiz sind zahlreiche Unternehmen von internationaler Bedeutung tätig. Viele von ihnen sind federführend bei der digitalen Transformation dabei. Und schließlich ist die Schweiz bekannt als großer Open Source-Befürworter in Europa – der Umsetzungsgrad in Unternehmen ist hier so groß wie fast nirgendwo sonst.

Und wieso hat man sich gerade zum jetzigen Zeitpunkt dazu entschieden, eine solche zu eröffnen?

Die neue Niederlassung ist ein alter Wunsch von uns. Es kamen aber ständig andere Dinge dazwischen: im Jahr 2016, als es schon fast soweit war, gingen wir eine Entwicklungskooperation mit SUSE ein, die im Kauf unseres Storage-Produktes openATTIC mitsamt der ganzen Abteilung gipfelte. Im letzten Jahr stand dann die Erweiterung unserer Sparte Enterprise Content Management an. Nachdem die neuen Kollegen, die von der Westernacher Solutions AG zu uns gekommen sind, erfolgreich integriert wurden, konnte das „Projekt Schweiz“ endlich Fahrt aufnehmen.

Welche Pläne, Ziele verfolgt it-novum mit der Schweizer Niederlassung?

Wir wollen zunächst einmal eines: unsere Kunden noch besser betreuen. Heute wird viel remote gearbeitet und auch längere Vorort-Termine sind kein Problem, aber es ist doch etwas anderes, wenn ein Projekt aus demselben Land betreut wird. Die Wege sind kurz in der Schweiz, hier kann man auch mal nachmittags schnell zum Kunden fahren, wenn es brennt. Darüber hinaus wollen wir aktiv den schweizerischen Markt für Business Open Source mitgestalten und erfolgreiche Projekte mit offenen Technologien noch mehr bekannt machen. Vielen Unternehmen ist nicht klar, welches Potenzial Open Source-Software in Bezug auf die digitale Transformation besitzt, und hier wollen wir aktive Aufklärung betreiben.

Wie viele Mitarbeiter, nebst Stephan Köpfli, plant it-novum am Schweizer Standort zu beschäftigen? Wie viele sind es aktuell und befindet man sich noch auf Mitarbeitersuche?

Momentan bin ich noch allein am Standort Zürich. Geplant ist es aber, schnell ein kleines Team aufzubauen, dass unsere Kunden direkt vor Ort unterstützt.

Für welche Bereiche werden noch Mitarbeiter gesucht?

Wir suchen Consultants, Software-Architekten und Ingenieure für die Bereiche (Big) Data Analytics, Enterprise Content Management/Alfresco sowie IT Service Management. Kandidaten sollten wie wir Freude am Arbeiten mit offenen Technologien haben und gerne Kontakt zu Kunden haben.

Wer sind Ihre Mitbewerber in der Schweiz und wie wollen Sie sich davon abheben?

Stephan Köpfli leitet die Schweizer Niederlassung

Stephan Köpfli leitet die Schweizer Niederlassung

Ich denke nicht gern in Kategorien wie Mitbewerber, Konkurrenz etc. Wir bei it-novum verfolgen einen sehr einzigartigen Ansatz, der Technologie und Business-Kompetenz im Bereich Open Source-Lösungen vereint. Da sehe ich keine Mitbewerber, sondern eher potenzielle Partner. Es gibt einige Unternehmen in der Schweiz, mit denen ich mir eine Partnerschaft gut vorstellen könnte.
Was unsere Kunden nämlich sehr an uns schätzen, sind unsere Technologiepartnerschaften und Eigenentwicklungen wie das Monitoring-Tool openITCOCKPIT, der SAP/Pentaho Connector oder die Caching-Lösung für Alfresco. Wir sind der wichtigste Pentaho-Partner von Hitachi Vantara in Europa und der größte Anbieter von Dienstleistungen und Lösungen für Alfresco im europäischen Raum. Daneben sind wir Partner von Cloudera, Synetics und einer Reihe weiterer Open Source-Hersteller, deren Lösungen wir teils schon seit 17 Jahren einsetzen. Die dadurch erworbene Expertise und Projekterfahrung ist ziemlich einzigartig und deshalb arbeiten wir lieber mit anderen Unternehmen zusammen, als uns von ihnen scharf abzugrenzen.

Was macht die Schweiz als Markt für it-novum interessant? Und was macht den Schweizer Markt herausfordernd?

Wie schon gesagt ist die Schweiz sehr offen, was moderne Technologien anbelangt. Die Unternehmen hier gehören zu den besten der Welt und sind deshalb auch bei der Digitalisierung ganz vorne mit dabei. Projekte mit Schweizer Kunden machen deshalb großen Spaß: sie sind immer sehr gut informiert, wissen genau, was sie wollen, und sind anspruchsvoll, was die Lösung betrifft. Das ist eine Herausforderung, die wir gerne angehen.

Das Interview ist auch in Swiss IT Reseller – Ausgabe 2018/04 erschienen.

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Michael Kienle - Geschäftsführer
„Open Source gehört in die Business-Welt und nicht in die Technologieecke“ – die Auffassung von Open Source als Business-Thema hat Michael Kienle maßgeblich mitentwickelt. Als ehemaliger Chief International Officer für die Open Source Business Foundation und Geschäftsführer eines SAP- und Open Source-Beratungsunternehmens gehört Michael zu den führenden Köpfen in der Open Source-Welt.
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