Performance Management mit Open Source

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Die Open Source BI-Lösung Palo etabliert sich im Bereich Performance Management laut einer Analyse des Marktbeobachters the 451 group. Jedox, der deutsche Hersteller von Palo, will sein Produkt aus dem Bereich der Business Intelligence herausholen und als Software für Unternehmensplanung, Budgetierung und Prognosen platzieren.

Damit scheint Open Source auch das bislang nur sehr spärlich besetzte Gebiet Performance Management zu erobern. Für die Anwender ist das eine gute Nachricht, wenn sie Unternehmensthemen angehen möchten, die sich nicht auf die Analyse des Gestern oder Heute beziehen, sondern Bereiche wie Prognoseerstellung oder Corporate Planning durch Open Source abdecken möchten.

Kern der Palo-Weiterentwicklung werden laut the 451 group ein Konsolidierungs-Modul und Templates für Performance Management sein. Beide sollen in der kommerziellen Open Source-Version von Palo, der Palo Suite, enthalten sein. Daneben wird es noch ein paar formale Änderungen durch die Umbenennung einiger Tools geben (der Palo WorkSheet Server wird zum Palo Performance Server und der Palo ETL Server zum Palo Integration Server).

Die neuen Namen sollen die positiven Eigenschaften von Palo bei der Zielgruppe der Nicht-IT-Anwender in ein besseres Licht rücken: Der Palo Performance Server wird neben einer Ajax-basierten Excel-Oberfläche auch mit Web-, Modeling- und ETL-Funktionalitäten aufwarten. Daneben soll es eine Template-Verwaltung geben. Der Name “Palo Integration Server” (in Palo zuständig für ETL-Prozesse) vermeidet offensichtlich den technischen Ausdruck ETL.

Jedox platziert sein Produkt damit bewusst in einem noch nicht von Open Source besetzten Marktsektor. Zusammen mit dem bekannten Vorzug des Excel-Frontends könnte der Schritt Richtung Performance Management Palo neue Anwenderkreise erschließen.

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Stefan Müller - Director Business Intelligence & Big Data
Nach mehreren Jahren Tätigkeit im Bereich Governance & Controlling und Sourcing Management ist Stefan Müller bei it-novum gelandet, wo er den Bereich Business Intelligence aufgebaut und in Richtung Big Data weiterentwickelt hat. Stefans Herz schlägt für die Möglichkeiten, die die BI-Suiten von Pentaho und Jedox bieten, er beschäftigt sich aber auch mit anderen Open Source BI-Lösungen. Seine Begeisterung für Business Open Source im Bereich Datenintelligenz gibt Stefan regelmäßig in Fachartikeln, Statements und Vorträgen weiter.
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