openITCOCKPIT löst HP OpenView ab

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20.06.2013ǀ ǀ Monitoring

Christian und openITCOCKPIT

Zwei Überwacher am Werk: openITCOCKPIT und Christian Michel

Die Deutsche Betriebskrankenkasse mit Sitz in Wolfsburg stellt mit 1.400 Mitarbeitern Gesundheitsdienstleistungen für fast eine Million Versicherte in 50 Filialen bundesweit bereit. Für die Überwachung der heterogenen IT-Struktur suchte die Deutsche BKK nach einer neuen Lösung, um damit HP OpenView abzulösen, und entschied sich für openITCOCKPIT. Ich habe meinem Kollegen Christian Michel, der in dem Projekt als einer der Entwickler gearbeitet hat, ein paar Fragen dazu gestellt.

Die HP Performance Suite alias OpenView gehört zu den Elefanten im Monitoringbereich. Warum hat man bei der Deutschen BKK nach einer neuen Lösung für die IT-Überwachung gesucht?
Christian Michel: Die Deutsche BKK betreibt zwei große Rechenzentren und verfügt über eine IT-Infrastruktur, die aus vielen Komponenten und Diensten besteht. Über die Jahre ist hier eine große und sehr heterogene IT-Landschaft gewachsen. HP OpenView NodeManager stellte sich im Laufe der Zeit für die Anforderungen als überdimensioniert heraus. Das System wurde außerdem als zu schwerfällig und unflexibel empfunden.

Was waren die Kernanforderungen an die gesuchte Lösung?
Christian Michel: Gesucht wurde: Ein umfassendes und gleichzeitig flexibles Monitoring für die gesamte IT der Deutschen BKK. Gleichzeitig sollte die Lösung leicht anzupassen sein, wenn sich Rahmenbedingungen oder Anforderungen ändern.

Standortüberwachung mit openITCOCKPIT

openITCOCKPIT überwacht bundesweit alle Standorte der Deutschen BKK (zum Vergrößern auf den Screenshot klicken)

Warum hat man sich bei der Deutschen BKK für openITCOCKPIT entschieden?
Christian Michel: Ausschlaggebend für die Entscheidung war die Flexibilität von openITCOCKPIT. Da das System auf Nagios basiert, ist es sehr flexibel und einfach konfigurierbar. Anwendungen, Dienste und Komponenten lassen sich leicht integrieren und bei Änderungen ist openITCOCKPIT einfach anzupassen. Ein weiterer Pluspunkt war natürlich die Tatsache, dass – anders als bei vielen großen Lösungen – keine Lizenzkosten anfallen.

Wie habt ihr das Projekt umgesetzt?
Christian Michel: Ein großer Vorteil war, dass die Deutsche BKK im Vorfeld alle Anforderungen und die zu integrierenden Komponenten genau festgelegt hatte. Die Implementierung verlief daher nahezu reibungslos. Einige Anforderungen stellten aber eine ziemliche Herausforderung dar, zum Beispiel die Integration der Nagios Event Datenbank, die Einbindung des Tools Racktables, um die enthaltenen Geräte automatisch mit openITCOCKPIT abgleichen zu können, sowie die komplexe eDirectory User Synchronisation. Hier haben wir zum Teil spezielle Module entwickelt, um diese Anforderungen umzusetzen. Heute umfasst openITCOCKPIT die gesamte IT-Landschaft der Deutschen BKK und überwacht alle Systeme – von den Geräten über die Services bis hin zu den Anwendungen.

Nach der Einführung von openITCOCKPIT – von welchen Vorteilen profitiert die Deutsche BKK?
Christian Michel: Durch openITCOCKPIT hat die Deutsche BKK im Bereich Systemmonitoring erheblich an Flexibilität gewonnen. Außerdem macht sich natürlich der Kostenaspekt bemerkbar, da das System nicht auf einem Lizenzmodell aufbaut. Ein weiterer großer Vorteil ist die offene Architektur, die es erlaubt, bei Bedarf auch Drittsysteme zu integrieren.

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Steffen Rieger - Director Infrastructure & Operations
Steffen Rieger leitet den Bereich Infrastruktur bei it-novum. Das umfasst den strategischen Vertrieb von Open Source Datacenter-Lösungen, den Betrieb der Rechenzentren der Konzerngruppe sowie die Leitung diverser operativer Teams für Consulting, Development und Support mit den Schwerpunkten Monitoring, Servicemanagement und Business Critical Computing. Nach 15 Jahren Erfahrung in diesem Bereich ist Steffen aber immer noch mit Leidenschaft als Open Source Enterprise Architekt an der Front unterwegs, regelmäßig auf Konferenzen und Symposien zu hören und als Experte der Computerwoche aktiv. Die Open Source-Projekte openITCOCKPIT und openATTIC hat er federführend mitentwickelt.
Webprofile von Steffen: Twitter, XING, Google+

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