Open Source für die öffentliche Verwaltung – 1: Kommunen als Vorreiter

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22.03.2017ǀ ǀ Open Source
Grenzenlose Freiheit dank offener Technologien

Grenzenlose Freiheit dank offener Technologien

Ob in der Privatwirtschaft oder in der öffentlichen Verwaltung – prinzipiell sprechen dieselben Gründe für Open-Source-Lösungen. Der Open-Source-Ansatz punktet mit seiner Offenheit, hoher Flexibilität und dem Entfall von Lizenzkosten. Unsere Blogserie zeigt, warum Open Source in den vergangenen Jahren auch in der öffentlichen Verwaltung richtig Fahrt aufnimmt. Vorreiter dabei: die Kommunen.

Vorfahrt für Open Source
Etliche Staaten in Europa haben inzwischen Bestimmungen erlassen, die dafür sorgen, dass Open-Source-Software im Vergabeverfahren bevorzugt werden muss. Dazu gehören Länder wie Bulgarien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweden und Spanien. Deutschland zählt noch nicht dazu. Wenngleich sich auch die Bundesregierung in ihrer „Digitalen Agenda 2014-2017“ verpflichtet hat, bei Beschaffungen der Bundesverwaltung „praktische Hemmnisse für Open Source Software (OSS) mit dem Ziel der Chancengleichheit“ weiter abzubauen. Die aktuelle „Open Source Strategy 2014-2017“ der EU-Kommission beispielsweise ist da bereits konkreter – auch wenn es hier nur um Software geht, die von der EU-Kommission selbst eingesetzt wird.

Kommunen als Vorreiter
Gerade auf kommunaler Ebene entstanden schon zu Begin der Nuller-Jahre die ersten Leuchtturmprojekte. In Schwäbisch Hall beispielsweise hatte man sich schon früh von den lizenzpflichtigen MS Office-Produkten verabschiedet, und auch die Millionenstadt München entschied im Jahr 2003, ihre EDV in weiten Teilen auf Linux umzusatteln. Eine Umfrage der Universität Maastricht aus dem Jahr 2005 ergab, dass in 49 Prozent aller öffentlichen Verwaltungen in Europa Open-Source-Software im Einsatz war. Nur waren sich die Verantwortlichen dessen oft gar nicht bewusst, auch wegen der vergleichsweise geringen Relevanz der bis dahin genutzten OSS-Lösungen.

Open Source in verschiedensten Einsatzszenarien
In den vergangenen zehn Jahren ist der Verbreitungsgrad von Open Source in der Verwaltung natürlich deutlich gestiegen. Das Linux-Betriebssystem und Linux-Server stellen heute die Basis für unterschiedlichste Anwendungen dar. Die folgende Liste zeigt einige Einsatzszenarien, für die Open-Source-Software prädestiniert ist:

  • Betriebssystem: Linux
  • Application-Server: Tomcat
  • Datenbank: MySQL
  • IT-Dokumentation: i-doit
  • Monitoring: Nagios/ openITCOCKPIT
  • Ticketsystem: OTRS
  • Office Suite: LibreOffice
  • Business Intelligence: Pentaho, Jedox
  • Enterprise Content Management: Alfresco, Nuxeo
  • Portalplattformen: Liferay, eXo
  • Enterprise Resource Planning: Odoo, opentaps.

Im zweiten Teil unserer Blogserie über Open Source in der öffentlichen Verwaltung geht es unter anderem darum, welche wichtigen Vorteile Behörden aufgrund der offenen Schnittstellen von OSS haben.

Wie öffentliche Behörden von den Vorteilen offener Technologien profitieren, erfahren Sie auch in unserem 15-seitigen Ratgeber mit vielen Praxisbeispielen.

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Michael Kienle - Geschäftsführer „Open Source gehört in die Business-Welt und nicht in die Technologieecke“ – die Auffassung von Open Source als Business-Thema hat Michael Kienle maßgeblich mitentwickelt. Als ehemaliger Chief International Officer für die Open Source Business Foundation und Geschäftsführer eines SAP- und Open Source-Beratungsunternehmens gehört Michael zu den führenden Köpfen in der Open Source-Welt. Er schreibt regelmäßig als Experte für die Computerwoche.
Webprofile von Michael: Twitter, XING, LinkedIn

2 Gedanken zu „Open Source für die öffentliche Verwaltung – 1: Kommunen als Vorreiter

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