Ohne erkennbaren Mehrwert wird eine IT-Dokumentation nicht leben Hochschule Hamm-Lippstadt gibt Tipps zur richtigen Inventarisierung

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Guido Kippelt, Zentrum für Wissensmanagement

Guido Kippelt, Zentrum für Wissensmanagement

Die Digitalisierung zwingt Unternehmen immer mehr, ihre IT-Infrastuktur zu inventarisieren und zu automatisieren. Doch wie beginnt man ein solches Projekt? Die Hochschule Hamm-Lippstadt hat es gewagt und ein integriertes IT Service Management umgesetzt. Guido Kippelt wird das Projekt auf der Konferenz „ITSM – so geht´s!“ vorstellen.

Herr Kippelt, wer sind Sie?
Ich habe Politikwissenschaft, Ethnologie und Soziologie an der WWU Münster studiert sowie Library and Information Science an der TH Köln. Meine Arbeitsschwerpunkte und -interessen sind die Kompetenzvermittlung von (speziell digitalen) Medien sowie die digitale Unterstützung von Lehr- und Lernprozessen.
Ich bin Geschäftsführer des Zentrums für Wissensmanagement an der Hochschule Hamm-Lippstadt. Ich bin verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Wo hat man am Zentrum für Wissensmanagement mit IT-Dokumentation zu tun?
Auch uns betreffen die Themen IT-Grundschutz und Datenschutz aufgrund der Verwaltung und Nutzung von Informationen wie beispielsweise Studierendendaten. Da wir eigene Software- und Hardwaresysteme betreiben (Bibliothekssystem, Studierendenportal etc.), ist dort IT-Dokumentation ebenfalls ein Thema.

Worum wird es in Ihrem Vortrag gehen?
Ich werde am Beispiel unserer Hochschule einen Use Case aus dem Bereich öffentliche Einrichtungen vorstellen. Dabei schildere ich eine Perspektive, die den möglichen Grad an Dokumentation einer IT-Infrastruktur aufzeigt und Lösungswege mit i-doit beschreibt. Es wird dabei auch um eigene Erweiterungen gehen und die daraus resultierenden Verbesserungen.

Was empfehlen Sie Einsteigern, worauf sollten sie zu Beginn eines IT-Dokumentationsprojekts achten?
Im ersten Schritt sollte man schon vorhandene Daten zusammentragen. Dann sollten man sich einige relevante Fragen zur Ausgestaltung der gewünschten Dokumentation stellen: Was will ich überhaupt dokumentieren und warum? Ist das wirklich notwendig? Wie dokumentiere ich, d.h. welche Objekttypen brauche ich und welche Attribute will ich in welcher Form pflegen?

Ich empfehle, hier dem Leitgedanken zu folgen, nicht zu viel auf einmal zu wollen und zu machen, da die gesamte Dokumentation mit den Menschen steht und fällt, die sie betreuen. Es geht also nicht nur um die Einführung einer Software, sondern insbesondere um das Gestalten von Prozessen und die Änderung der Arbeitsweise mit IT-Services und -Komponenten. Dies muss man seinem IT-Team passend klar machen, damit eine einheitliche Systemnutzung gewährleistet ist. Der Mehrwert muss für die Beteiligten erkennbar sein, sonst wird das System nicht leben.

Die Konferenz „ITSM – so geht´s!“ findet am 8. November in Frankfurt statt und richtet sich an alle, die vor einem Dokumentations- oder IT Service Management-Projekt stehen. Neben Tipps von Experten teilen Anwender wie die Hochschule und die Stadt Bad Homburg ihre Erfahrungen. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen und Anmeldung

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Stephan Kraus - Leiter ITSM und openITCOCKPIT Stephan leitet unseren Fachbereich IT-Service Management und ist auch für die Entwicklung unserer Monitoring-Software openITCOCKPIT verantwortlich. Er verfügt über jahrelange Erfahrung im Helpdesk- und Presales-Bereich und ist Experte für Lösungen für IT-Dokumentation, Ticketsystem und Monitoring.