Offen für Virtualisierung

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27.07.2011ǀ ǀ Cloud

Die Open Source-Lösung KVM macht den Virtualisierungsplatzhirschen Konkurrenz

Auf dem Open Source-Markt für Virtualisierungslösungen tut sich einiges: KVM hat XEN überholt und ist dabei, zur ersten Wahl für Virtualisierung zu werden. Der Grund für den Siegeszug der Kernel-Based Virtual Machine: Die Unterstützung durch starke Partner wie IBM, HP und Intel und der clevere Schachzug von Red Hat, KVM in den Linux-Kernel aufzunehmen. Vereint in der Open Virtualization Alliance wird jetzt der Angriff auf die Platzhirsche Microsoft und VMWare geblasen.

Von der Kernel-Integration profitiert KVM doppelt: Arbeitsspeichermanagement, Scheduling und Hardware-Treiber laufen direkt über den Kernel und das Projekt entwickelt sich gemeinsam mit der Weiterentwicklung des Kernels fort. Interessant ist der neue Hypervisor, der Live-Migration, eine umfangreiche Gastkonfiguration und Memory Overcommitment unterstützt. Damit hat KVM Microsoft einiges voraus. Gegenüber XEN und Hyper-V punktet KVM im Bereich Linux-Distributionen. Was die Konkurrenz im Open Source-Lager betrifft, unterstützt KVM nun auch Solaris und BSD-Distributionen. Die Liste der unterstützten Gastsysteme ist damit ähnlich lang wie die von Xen.

Wer sich einen Überblick über Virtualisierungslösungen und den Funktionsumfang von KVM verschaffen will, kann die vollständige Version meines Artikels im IT Administrator nachlesen.

Wir empfehlen KVM als kostengünstige Option für Einsteiger trotz der kleinen Schönheitsfehler des Hypervisors. Unserer Meinung nach sind die „Must-Haves“ für einen Business-Einsatz vorhanden, außerdem lässt die  Unterstützung durch die großen Player auf eine schnelle Weiterentwicklung hoffen.

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Steffen Rieger - Director Infrastructure & Operations
Steffen Rieger leitet den Bereich Infrastruktur bei it-novum. Das umfasst den strategischen Vertrieb von Open Source Datacenter-Lösungen, den Betrieb der Rechenzentren der Konzerngruppe sowie die Leitung diverser operativer Teams.

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