Österreich: starker Bedarf nach Big Data und Enterprise Content Management

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26.11.2015ǀ ǀ Nachgefragt
Zufrieden mit der Entwicklung in Österreich: it-novum-Geschäftsführer Michael Kienle und Peter Lipp, Sales Manager Österreich

Zufrieden mit der Entwicklung in Österreich: it-novum-Geschäftsführer Michael Kienle und Peter Lipp, Sales Manager Österreich

In Österreich haben wir ein spannendes Jahr hinter uns: mit Peter Lipp haben wir einen erfahrenen Sales Manager für unsere Wiener Niederlassung gefunden, der wichtige Kunden akquiriert und strategisch wichtige Projekte gewonnen hat. Dazu kamen die Vergrößerung unserer Niederlassung und die erfolgreiche Teilnahme an wichtigen Branchen-Events. Zum Jahresausklang habe ich mich mit Peter über die Entwicklung des österreichischen IT-Marktes unterhalten.

Peter, wie entwickelt sich aus deiner Sicht der Open Source-Markt in Österreich derzeit? Was für Themen sind den Unternehmen aktuell wichtig? Und welche Entwicklungen siehst du im IT-Bereich nächstes Jahr?
Eines ist klar: Quelloffene Software hat sich im Bereich Infrastruktur fest etabliert. Was den Bereich der Business-Anwendungen betrifft, fasst Open Source mehr und mehr Fuß. Unsere Kunden schätzen hier besonders, dass sie von großen Herstellern unabhängig und flexibel werden. Einen sehr starken Bedarf gibt es bei Enterprise Content Management, Business Intelligence und Big Data – hier ist die Nachfrage nach offenen Lösungen spürbar gestiegen. Auch die Themen OpenStack, Monitoring und IT-Servicemanagement haben großes Potential, hier wird der Markt im nächsten Jahr stark wachsen.

Warum setzen deiner Meinung nach österreichische Unternehmen immer mehr auf Open Source?
Hauptsächlich gibt es drei Gründe, warum Unternehmen auf quelloffene Software setzen:

  1. Geringere Kosten. Dabei gilt, dass sich Open Source umso mehr auszahlt, je größer das Unternehmen ist.
  2. Minimierung der Abhängigkeit von den traditionellen Closed Source-Anbietern. Die Kunden stört am meisten, dass die Wartungskosten ständig zunehmen. Sie zahlen aber, weil sie keine andere Wahl haben. Viele Unternehmen haben sich deshalb nach offenen Lösungen umgeschaut, um zu sehen, ob Open Source nicht eine Möglichkeit ist, um Themen wie Dokumentenverwaltung, Datenanalyse oder Servicemanagement mit alternativer Software zu betreiben.
  3. Integration und Flexibilität. Heute ist die IT vor allem ein Prozessunterstützer. Dabei geht es aber nicht nur um IT-Prozesse, sondern um Abläufe zwischen Systemen und Menschen. Laut Analysten kommen große Unternehmen nicht mehr um Open Source herum, zumindest in einzelnen Anwendungsgebieten.
Peter Lipp, Sales Manager Österreich bei it-novum GmbH

Peter Lipp, Sales Manager Österreich bei it-novum GmbH

Wo kann die it-novum österreichische Unternehmen bei diesen Schwerpunkten unterstützen?
Das ist ziemlich einfach: wir bieten einen kompletten Stack an Services an, der von der Analyse über die Konzeption bis hin zur Umsetzung und zur Unterstützung beim Betrieb reicht. Und das alles auf der Grundlage von Best Practices/Best of Breed. Die bestehenden Closed Source-Systeme verbinden wir dabei mit Open Source. Die Lösungen, die wir einsetzen, garantieren dem Kunden die größtmögliche Flexibilität und Integrationsfähigkeit zu niedrigen Kosten und mit geringer Einführungsdauer.

Welche Trends und Entwicklungen erwartest du für das nächste Jahr?
Big Data und Business Intelligence sind die Wachstumsbranchen derzeit und sie werden auch 2016 weiter wachsen. Wir unterstreichen dies auch durch unsere Präsenz bei verschiedenen Fachevents, wie z.B. dem LSZ BI Day  und dem ÖCI-BARC Tag. Auch die Nachfrage nach Lösungen für Enterprise Content Management  wird stark zunehmen. Was Infrastrukturlösungen angeht, so haben vor allem Storage- und OpenStack-Themen großes Potenzial, hier bekomme ich derzeit viele Anfragen von Unternehmen. Wir sind deshalb auch auf der Suche nach personeller Unterstützung und freuen uns auf Bewerbungen!

Welche Schwerpunkte planst du, 2016 zu setzen? Was hast du dir für Ziele gesteckt?
Natürlich setze ich weiterhin auf Wachstum. Dieses Jahr konnten wir große Kunden und spannende Projekte gewinnen, das möchte ich 2016 weiter ausbauen. Ich strebe auch an, it-novum noch bekannter in Österreich zu machen und als DEN Open Source Dienstleister zu etablieren.

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Michael Kienle - Geschäftsführer „Open Source gehört in die Business-Welt und nicht in die Technologieecke“ – die Auffassung von Open Source als Business-Thema hat Michael Kienle maßgeblich mitentwickelt. Als ehemaliger Chief International Officer für die Open Source Business Foundation und Geschäftsführer eines SAP- und Open Source-Beratungsunternehmens gehört Michael zu den führenden Köpfen in der Open Source-Welt. Er schreibt regelmäßig als Experte für die Computerwoche.
Webprofile von Michael: Twitter, XING, LinkedIn

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