Marshmellow SAP II: CCMS ist tot, es lebe Wily!

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Marshmellow-Sandwich

Teil 2 der Artikelreihe zum Solution Manager 7.1 von SAP

SAP setzt seit kurzem Wily Introscope als Monitoring-Tool ein, das alte Überwachungssystem CCMS wird nicht mehr unterstützt. Nachdem es im ersten Teil der SAP-Monitoring-Reihe um SAP und seine Komponenten selbst ging, widme ich mich in diesem Beitrag Wily Introscope, der neuen Überwachungsschicht im vielschichten „Marshmellow SAP“.

Sie kennen das. Man nimmt sich vor alle zwei Wochen einen Blog-Artikel zu schreiben und plötzlich stehen wieder die üblichen drei Zeitfresser vor der Tür: Projekte, Notfälle, Feiertage. Inspiriert durch den Aufhänger des letzten Blogposts, habe ich am 1. Mai seit vielen, vielen Jahren mal wieder einen Marshmellow gebraten. Dabei musste ich feststellen, dass der oft zitierte Weg das Ziel ist: Die Freude überwiegt beim Brutzeln – ein Gaumenschmaus ist der fertige Marshmellow hingegen nicht. Das ist so ein bisschen wie bei der Ankündigung eines SAP-Monitoring Whitepapers (unser Marshmellow aus Teil 1). Die Vorfreude ist immer größer als das Lesevergnügen. Denn die Erkenntnis aus diesen Pamphleten ist oft mit viel Arbeit verbunden: Notwendige Umstellungen auf neue Releases und die Einarbeitung in neue Architekturen und Sachverhalte.

Das werde ich Ihnen auch bei unserem Whitepaper nicht ersparen können, denn es behandelt die einschneidenden Veränderung, die SAP für das Monitoring ab der Solution Manager Version 7.1 für uns bereithält. SAP setzt zukünftig nicht mehr auf das betagte CCMS (Computer Center Management System), das Sie über die Transaktion RZ20 aufrufen. SAP hat einen Pakt mit dem Technologiepartner CA (Computer Associates) geschlossen und Wily Introscope als neue Monitoring-Infrastruktur eingeführt.

SAP CCMS

Die alte Welt: SAP CCMS (zum Vergrößern auf die Grafik klicken)…

Die guten alten CCMS-Knoten werden über kurz oder lang nicht mehr nutzbar sein und alle Lösungspartner, die auf diese Technologie gesetzt haben, müssen sich etwas einfallen lassen. Die einen machen es sich einfach und „möchten sich Wily erst mal eine Weile anschauen, um zu sehen, ob es sich durchsetzt“. Andere haben die Zeit genutzt und sich auf die neue Welt eingestellt. Denn CCMS wird definitiv nicht mehr weiterentwickelt und Wily ist die Zukunft. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Wily Introscope

…und die neue Welt: Wily Introscope (zum Vergrößern auf die Grafik klicken)

Ein großer Unterschied zwischen dem Monitoring in der alten CCMS- und der neuen Wily Introscope-Architektur ist, dass der Großteil der Konfiguration zentral über den Solution Manager durchgeführt werden kann. Sogenannte Diagnostics Agents, die direkt auf den SAP Systemen installiert werden, senden die Messergebnisse direkt an den SmartStore des Wily Introscope. Interessant dabei ist, dass neben der Zuweisung einzelner Metriken auch eine Massenverwaltung über Templates möglich ist. Dazu können mehrere Metriken zu einem Metrik-Template zusammengefasst und auf die entsprechenden Systeme ausgerollt werden. Über das Frontend des Wily Introscope Enterprise Manager hat man die Möglichkeit, sich die gesammelten Daten jeglicher Systeme, die in das Monitoring aufgenommen wurden, visualisiert anzeigen zu lassen, zum Beispiel in Form eines Graphen.

Viel mehr Details zu diesem Thema finden Sie in unserem Whitepaper. Da Vorfreude die schönste Freude ist, werden wir das Paper erst mit dem nächsten Blogartikel bereitstellen 🙂 Damit ich Sie aber heute nicht enttäuscht zurücklasse, hier noch ein kleines Zuckerl: in der vergangenen Woche gab es ein Webinar zum Thema SAP-Monitoring mit Open Source statt. Am Beispiel des Nagios-basierten Frameworks openITCOCKPIT wird die Überwachung von und mit Wily gezeigt. Eine Aufzeichnung finden Sie hier. Beste Grüße und bis zum nächsten Mal!

Und hier erhalten Sie unser neues SAP-Monitoring 2.0 Whitepaper.

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Steffen Rieger – Director Infrastructure & Operations
Steffen Rieger leitet den Bereich Infrastruktur bei it-novum. Das umfasst den strategischen Vertrieb von Open Source Datacenter-Lösungen, den Betrieb der Rechenzentren der Konzerngruppe sowie die Leitung diverser operativer Teams.

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