Marshmellow SAP: Artikelreihe zum neuen Solution Manager

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Marshmellow-Sandwich

Gehaltvoll: Ein Marshmellow-Sandwich. SAP kann da gut mithalten.

Wie der Marshmellow im Smore: So fühlt man sich oft, wenn man SAP einsetzt. SAP bedienen kann jeder, SAP bereitstellen, überwachen und warten aber nur der Experte. Das System ist derartig komplex, dass es schon lange nicht mehr von Generalisten gewartet werden kann. In einer dreiteiligen Artikelreihe werde ich das Marshmellow-Sandwich SAP auseinander nehmen. Dabei wird es u.a. um die neue Architektur des SAP-Monitorings und Integrationsmöglichkeiten in Open Source-Anwendungen gehen. Ein (fast) echtes Marshmellow gibt es als Dreingabe: Der völlig aktualisierte Nachfolger unseres SAP-Monitoring-Whitepapers.

In diesem Beitrag geht es zunächst um SAP selbst: Der Software-Konzern aus Walldorf hat einerseits in Sachen Standardisierung von IT-gestützten Geschäftsprozessen Maßstäbe gesetzt und Fachanwendern das Leben deutlich erleichtert. Andererseits ist es für Basis-Administratoren und Modulbetreuer ein riesiger Kraftakt, die notwendigen Voraussetzungen im Backend zu schaffen. SAP ist komplex, sehr komplex. Woher kommt aber die Komplexität, die Anwendern wie Experten graue Haare beschert?

Rufen wir uns die Anfänge von SAP in Erinnerung: SAP R/3 (später SAP ERP) bestand bis in die 2000er hinein hauptsächlich aus den ERP Central Components (ECC) FI (Finance), CO (Controlling), MM (Materials Management), SD (Sales and Distribution), PP (Production Planning) und HR (Human Resources).

Erweiterungen wie beispielsweise CRM, BW und SCM sowie Branchenlösungen (die liebevoll IS genannt wurden, was für Industrie Standards steht) kamen später hinzu und wurden an ECC angedockt. Wo viele Funktionalitäten und Programmteile wie Pilze aus dem Boden sprießen, da wachsen aber auch die Anforderungen an das Backend – insbesondere an das Monitoring. Nur wer das Backend von SAP umfassend überwacht, kann seine Geschäftsprozesse stabil betreiben.

Die Folge davon war, dass im Laufe der Jahre viele SAP-Applikationen mit ihren eigenen Pflege- und Wartungs-Tools entstanden sind. Für eine (oft überlastete) SAP-Basismannschaft waren sie irgendwann kaum mehr zu überblicken. Spätestens bei Einführung des Solution Managers musste daher die gute alte Pfadfinderausrüstung wieder herhalten.

Der Solution Manager 7.1 stellt die Überwachung von SAP-Landschaften auf den Kopf, denn das etwas in die Jahre gekommene CCMS (Computer Center Management System – über die RZ20 Transaktion zu erreichen) wird von SAP nicht mehr strategisch weiterverfolgt. Eine neue Überwachungsarchitektur hält in Walldorf Einzug, wodurch die ausgetrampelten Monitoring-Pfade plötzlich wieder steinig werden.

Was der Solution Manager konkret bringt, lesen Sie in den nächsten Beiträgen der Reihe. In zwei Wochen möchte ich hier Wiley vorstellen und klären, ob er ein würdiger CCMS-Nachfolger ist. Es lohnt sich also, dran zu bleiben 🙂 Außerdem haben wir unser viel gefragtes und gelobtes Whitepaper zu SAP-Monitoring komplett aktualisiert und werden es im Laufe der Reihe vorstellen (die Urversion gibt es hier).

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Steffen Rieger - Director Infrastructure & Operations
Steffen Rieger leitet den Bereich Infrastruktur bei it-novum. Das umfasst den strategischen Vertrieb von Open Source Datacenter-Lösungen, den Betrieb der Rechenzentren der Konzerngruppe sowie die Leitung diverser operativer Teams für Consulting, Development und Support mit den Schwerpunkten Monitoring, Servicemanagement und Business Critical Computing. Nach 15 Jahren Erfahrung in diesem Bereich ist Steffen aber immer noch mit Leidenschaft als Open Source Enterprise Architekt an der Front unterwegs, regelmäßig auf Konferenzen und Symposien zu hören und als Experte der Computerwoche aktiv. Die Open Source-Projekte openITCOCKPIT und openATTIC hat er federführend mitentwickelt.
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