Love and Hate in Berlin: der OpenStack DACH Day

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Funkturm Berlin

In Berlin zu Gast: der OpenStack DACH Day

– mit Christoph Hardegen. Letzten Donnerstag reiste ich mit den Kollegen von der OpenStack-Abteilung nach Berlin zum OpenStack DACH Day. Das Event versammelte zum ersten Mal die OpenStack-Anwendergemeinde im deutschsprachigen Raum. Es gab eine Menge spannender Vorträge und einen Aha-Effekt: nicht alle lieben OpenStack!

Der OpenStack DACH Day ist das Top-Event der deutschsprachigen OpenStack-Anwendergemeinde. Er wird vom OpenStack DACH e.V. organisiert und verfolgt das Ziel, die OpenStack-User in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammenzubringen. Ein Ziel, das ich für gut und angesichts der wachsenden Bedeutung offener Cloud Computing-Lösung essentiell halte. Deshalb engagierten wir uns bei der Veranstaltung auch als Sponsor.

Mark Collier eröffnete den OpenStack DACH Day 2015 (Foto: OpenStack)

Mark Collier eröffnete den OpenStack DACH Day (Foto: OpenStack)

Mark Collier: OpenStack ist kein Hype
Der OpenStack DACH Day wurde hochkarätig von Mark Collier, Präsident der OpenStack Foundation, eröffnet. Er gab einen aktuellen Überblick über OpenStack, die Entwicklung des Projekts sowie die Vision der Foundation: Planet OpenStack. Geht man nach Colliers Vorstellungen, so ist OpenStack kein Hype, sondern wird in naher Zukunft in vielen Rechenzentren laufen. Collier räumte jedoch auch ein, dass es bei vielen Projekten noch Jahre dauern kann, bis sie produktiv einsetzbar sind. Auf der anderen Seite gäbe es bereits heute schon viele Projekte, die erfolgreich im Einsatz seien.

Nach der Keynote begannen die Vorträge und Workshops. In zwei parallelen Vortragsschienen wurde ausführlich auf die vielen Themen eingegangen, die für Admins beim Betrieb von OpenStack-Clouds relevant sind. Dabei fragte sich der ein oder andere, warum auf einer deutschsprachigen Veranstaltung für ein deutschsprachiges Publikum einige deutschsprachige Referenten ihre Vorträge unbedingt auf Englisch halten mussten…

Hochverfügbarkeit für OpenStack mit Ceph/openATTIC herstellen (Foto: OpenStack DACH Day 2015)

„Hochverfügbarkeit für OpenStack mit Ceph/openATTIC herstellen“ – Vortrag von Michael Ziegler (Foto: OpenStack DACH Day)

Ceph, OpenStack und openATTIC
Taco Scargo von Red Hat und mein Kollege Michael Ziegler hielten zwei spannende Vorträge zu Ceph, den zugrundeliegenden Konzepten und Prinzipien, sowie die Integration mit OpenStack: „Ceph: Das bevorzugte Speichersystem für OpenStack“ und Storage für OpenStack mit openATTIC managen. Ceph ist ein vielseitiges, verteiltes, massiv skalierbares Storage-System und lässt sich als effizientes Backend für verschiedene OpenStack-Komponenten (u.a. Cinder, Glance und Nova) verwenden. Mit openATTIC erhält man eine Storage Management-Lösung, die u.a. auch OpenStack-Speicherressourcen verwalten kann.

Pedro Marques von Juniper OpenContrail sprach zu “Advanced SDN for OpenStack“. Er zeigte, wie sich dank der skalierbaren Open Source Netzwerk-Virtualisierungsplattform für die Cloud durch den Einsatz von stabilen und bewährten Protokollen die Netzwerk-Limitierungen im Rechenzentrum aufheben lassen.

^it-novum sponsorte die Veranstaltung (by OpenStack DACH Day 2015)

it-novum sponsorte die Veranstaltung (Foto: OpenStack DACH Day)

Praxistipp: OpenStack nicht manuell installieren
Darüber hinaus stellte Florian Haas von hastexo in seinem Vortrag „Automated OpenStack Deployment: A Comparison“ verschiedene Varianten zur automatisierten Installation von OpenStack-Distributionen auf unterschiedlichen Linux-Distributionen vor. Dabei riet er allen Anwesenden, OpenStack nicht manuell, sondern über eines der vorgestellten Produkte automatisiert zu installieren. Diese Tools würden zuverlässige Arbeit leisten und die Administratoren bei der Installation und grundlegenden Konfiguration entscheidend unterstützen.

45 Minutes of OpenStack Hate
Der zweifellos unterhaltsamste Programmpunkt des Nachmittags stammte von Kristian Köhntopp: In seinem Vortrag „45 Minutes of OpenStack Hate“ schilderte er die Erfahrungen und Probleme, die bei der Realisierung und Integration von OpenStack bei SysEleven auftreten. Dabei sorgte er nicht nur einmal für Gelächter im Zuschauerraum.

Michael Ziegler und ich präsentierten unsere SDS-Plattform openATTIC

Gut war´s!

In den Pausen zwischen den Vorträgen und Workshops wurden wir nicht nur gut versorgt, sondern konnten uns auch intensiv mit anderen OpenStack-Anwendern austauschen. Für meine Kollegen uns mich war der OpenStack DACH Day eine tolle Gelegenheit, um uns mit der OpenStack-Community auszutauschen. Wir hoffen, dass es im nächsten Jahr eine Wiederauflage gibt!

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Steffen Rieger – Director Infrastructure & Operations
Steffen Rieger leitet den Bereich Infrastruktur bei it-novum. Das umfasst den strategischen Vertrieb von Open Source Datacenter-Lösungen, den Betrieb der Rechenzentren der Konzerngruppe sowie die Leitung diverser operativer Teams.

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