Live from New York – die SugarCon 2013

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Empire State BuildingTraditionell trifft sich die SugarCRM-Familie einmal im Jahr auf der SugarCon; nach San Francisco letztes Jahr dieses Mal in New York. Natürlich erfährt man viele offizielle Neuigkeiten, aber der persönliche Kontakt, die vielen netten Gespräche abseits der offiziellen Agenda und die Möglichkeit, Feedback einzubringen, sind genug Gründe für eine Teilnahme. Also hab ich mich mal wieder auf den Weg zum Big Apple gemacht.

Es ist sicherlich 12, 13 Jahre her, dass ich das letzte Mal hier war. Neben ein paar bedauerlichen negativen Veränderungen hat sich nicht wirklich viel geändert: Der selbe Trubel auf den Bürgersteigen (bloß nicht stehenbleiben!), der gleiche Lärm (tags wie nachts) und der Weg vom Flughafen zum Hotel wäre wahrscheinlich zu Fuß schneller gewesen als mit dem Taxi…nunja. Erfreulicherweise hat sich die Anzahl der Starbucks-Filialen so vergrößert, dass man als Kaffee-Junkie kaum mehr als 100 Meter laufen muss 😉 Was aber faszinierend wie immer bleibt: Die Stadt, die niemals schläft, macht ihrem Namen alle Ehre. Damit bleibt sie DER Tipp, wenn man viel unternehmen und trotz aller Hektik vielen verschiedenen, aber immer freundlichen Menschen begegnen möchte.

Logo SugarCon 2013Aber ich war ja nicht im Urlaub. Was gibt es von der SugarCon zu berichten? Es sind zwei große Themen, die bei mir hängengeblieben sind: Produktneuigkeiten und wohin geht die Reise überhaupt.

1) Sugar hat die neue Version (Sugar 7, verfügbar ab Q3) angekündigt. Spannende ist hier nicht die übliche „wir-haben-eine-neue-Version“-Geschichte. Ich hatte den klaren Eindruck, dass Sugar in vielen Punkten sich des Feedbacks angenommen hat, das von den Anwendern (auch uns) kam, und einen wesentlichen Schwerpunkt auf Bedienbarkeit und Oberfläche gelegt hat. Der Begriff „User Experience“, kurz UX, fiel gefühlte hundertmal, aber wie ich finde zu Recht. Die ersten Previews lassen riesige Schritte in die richtige und notwendige Richtung erwarten und das gefällt mir gut! Auch die Performance der Oberfläche ist dramatisch verbessert worden – sehr gut.

2) Neben den klaren Trends „mobile“ und „social“, die Sugar konsequent weiterführen will, gab es einige besonders gute Vorträge – nicht über technische Features, sondern aus den angrenzenden Bereichen. CRM ist ein Kernbereich eines Unternehmens und so ist die Integration in andere Tools und Prozesse wesentlich für den Gesamterfolg. Beispiel: die Nutzung der Möglichkeiten von Social Networks ohne gleich einen Shitstorm auszulösen…
Trotz aller intessanten und auch praxisnahen Berichte zeigt sich wieder mal eines: Patentrezepte gibt es nicht. Umso wichtiger ist es, das Verständnis für die Verzahnung und Optimierung von Marketing-, Vertriebs- und Serviceprozessen mit den technologischen Möglichkeiten einer tollen, anpassbaren Plattform zu kombinieren. Damit wird die zukünftige strategische Bedeutung von CRM-Systemen deutlich untermauert.

Abschließend möchte ich noch kurz die Diskussion erwähnen, die hier sehr heftig und kontrovers geführt wurde: Sollte die Verantwortung für die Einführung eines CRM-Systems bei der IT oder bei Vertrieb/Marketing liegen? Aber das besprechen wir das nächste Mal. In diesem Sinne guten Abend aus New York!

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Michael Kienle - Geschäftsführer „Open Source gehört in die Business-Welt und nicht in die Technologieecke“ – die Auffassung von Open Source als Business-Thema hat Michael Kienle maßgeblich mitentwickelt. Als ehemaliger Chief International Officer für die Open Source Business Foundation und Geschäftsführer eines SAP- und Open Source-Beratungsunternehmens gehört Michael zu den führenden Köpfen in der Open Source-Welt.
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