Leitfaden für die Einführung einer Cloud im Unternehmen – Teil 5: Stolpersteine auf dem Weg in die eigene Cloud

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16.12.2014ǀ ǀ AllgemeinCloud

BILD0410Selbst eine fünfteilige Blogserie kann nur einen groben Überblick darüber geben, wie der richtige Weg in die Cloud aussieht und welche Herausforderungen es gibt. Kein Cloud-Projekt gleicht dem anderen. Zu unterschiedlich sind die Anforderungen an die Bereitstellung, die technischen Abhängigkeiten durch unterschiedliche Infrastruktur und einzubeziehende Anwendungen und auch durch die unterschiedlichen Reifegrade der Konzepte in den Unternehmen.

Die Erfahrung zeigt, dass besonders der Anpassung der Unternehmensprozesse an die geplante Cloud zentrale Bedeutung zukommt. Diesem Punkt sollte viel Aufmerksamkeit gewidmet werden, denn auch eine technisch ausgereifte Umgebung kann nur dann Mehrwert bieten, wenn die organisatorischen Voraussetzungen stimmen.

Auch aus technischer Sicht kann eine Fehlentscheidung leicht in einer Sackgasse enden. Besonders in den Bereichen Storage und Networking ist es ratsam, sich nicht von einzelnen Herstellern abhängig zu machen. Eine nachträgliche Migration auf Systeme eines anderen Herstellers oder ein Mischbetrieb unterschiedlicher Lösungen kann schnell zu einer Kostenexplosion führen, die nicht nur alle angestrebten finanziellen Vorteile auffrisst, sondern auch noch zusätzlich Geld verschlingt. Wir raten unseren Kunden deshalb immer dringend, noch vor dem eigentlichen Projektbeginn einen Planungsworkshop durchzuführen, in dem neben der IT auch die Verantwortlichen der Fachbereiche und Key-User ihren Input geben.

Aus Erfahrung kennen wir die Stolperfallen auf dem Weg in die Cloud. Damit Sie auf Ihrer Reise nicht ins Straucheln kommen, hier einige Tipps:

  • Sofort in einer Produktivumgebung zu starten, geht meistens schief. Vorab sollten Sie sich Gedanken über ein Entwicklungs- und Testumfeld machen.
  • Für ein späteres Betriebsmodell müssen Sie früh Themen wie Billing, Lifecycle Management und SLA-Monitoring berücksichtigen.
  • Nicht jede Applikation lässt sich per Knopfdruck bereitstellen. Oft müssen Cloud-Umgebungen an die Applikationen angepasst werden.
  • Applikations-Architekturen müssen cloud-fähig sein. Eine Anwendung, die kein Scale-out unterstützt, kann die Vorteile einer Cloud nicht ausspielen.
  • Auch, wenn die Cloud die 100%ige Automatisierung verspricht, lösen Sie sich gedanklich davon.

Sie sehen, dass man die Planung nicht nur unter technischen Gesichtspunkten durchführen darf. Einer erfolgversprechenden Cloud-Implementierung gehen immer auch Anpassungen oder zumindest die Berücksichtigung von Unternehmensprozessen voraus. Wir arbeiten seit vielen Jahren an der Weiterentwicklung cloud-naher Projekte mit. Dadurch verfügen wir über eine umfangreiche Erfahrung und können Sie interdisziplinär von der technischen Basis bis hin zu Prozessoptimierung beraten. Kontaktieren Sie uns hier für ein unverbindliches Gespräch.

Als erster Anhaltspunkt für Ihre Überlegungen zur Einführung einer Cloud kann die folgende Checkliste dienen. Wir empfehlen, in dieser frühen Phase so wenig Aufwand wie möglich in die Planung technischer Details zu investieren. Viele Einzelheiten, insbesondere in den Bereichen Networking und Storage, ergeben sich im Laufe der weiteren Planung automatisch aus den Anforderungen. Laden Sie sich hier den Fragenkatalog herunter, und prüfen Sie selbst, wie weit Sie auf dem Weg in die Cloud sind.

Leitfaden für die Einführung einer Cloud im Unternehmen – Teil 1: Einleitung

Leitfaden für die Einführung einer Cloud im Unternehmen – Teil 2: Fünf Fragen für die Planungsphase

Leitfaden für die Einführung einer Cloud im Unternehmen – Teil 3: Computing, Networking, Storage

Leitfaden für die Einführung einer Cloud im Unternehmen – Teil 4: Parallelen zwischen Cloud und Open Source

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Steffen Rieger - Director Infrastructure & Operations
Steffen Rieger leitet den Bereich Infrastruktur bei it-novum. Das umfasst den strategischen Vertrieb von Open Source Datacenter-Lösungen, den Betrieb der Rechenzentren der Konzerngruppe sowie die Leitung diverser operativer Teams.

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