Kein alter Hut: Storage-Trends auf der Red Hat Partnerkonferenz

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Red Hat Partner Conference LogoSeit kurzem ist Red Hat unser Partner. Anfang der Woche nahm ich mit meinem Kollegen Steffen Rieger daher den Zug nach Frankfurt zur Red Hat Partner Conference EMEA. Ziel war es, uns über die Entwicklungen bei Red Hat in den Bereichen Storage und Virtualisierung zu informieren und uns mit anderen Partnern zu vernetzen.

Red Hat ist als erfolgreichste Open Source-Firma ein Gigant im Softwaremarkt. Rahmen und Programm der Konferenz waren daher auch entsprechend: über 70 Vorträge deckten ein sehr breites Spektrum an Themen aus den Bereichen ab, darunter Middleware-Technologie, Datacenter & Cloud-Infrastruktur, Technologietintegration, Ökosystem und mehr.

Red Hat goes Open Hybrid Cloud
Die Konferenztage wurden mit Keynotes von Mitgliedern des Red Hat Management-Teams wie z.B. Werner Knoblich (Senior vice president and general manager EMEA) und Petra Heinrich (Vice president, Partners & Alliances EMEA) eingeleitet. Unter dem Sammelbegriff „Open Hybrid Cloud“ will Red Hat einen kompletten Lösungs-Stack rund um das Thema Virtualisierung und Storage aufbauen. Viele der Technologien wie Ceph oder Linux Container sind im Moment noch nicht weit verbreitet, werden aber definitiv in der Zukunft an Attraktivität gewinnen.

Red Hat treibt momentan die Entwicklung von Ceph und Gluster stark voran. Red Hat Partner Conference 2015

Red Hat treibt momentan die Entwicklung von Ceph und Gluster stark voran

Weiterentwicklung von Ceph und Gluster
Die in 5 Räumen parallel stattfinden Fachvorträge boten ein informatives Programm mit einem ausgewogenen Mix aus Themen, die einen allgemeinem Überblick über ein Thema gaben, und Beiträgen mit technischem Tiefgang. Die Inhalte wurden zu einem großen Teil von Red Hat Mitarbeitern vermittelt, es gab aber auch viele Beiträge und Praxisbeispiele von Red Hat Partnern und Kunden. Die Zeit zwischen den Vorträgen nutzten wir, um mit den Leuten von Red Hat persönlich ins Gespräch zu kommen – eine Möglichkeit, die ich besonders an Veranstaltungen dieser Art schätze.

Da wir gegenwärtig mit Hochdruck an der Integration von Ceph in unsere Software-Defined Storage-Plattform openATTIC arbeiten, fand ich die Beiträge aus dem Themenbereich „Data Center Infrastructure“ und „Tech Integration“ besonders spannend, insbesondere was die Storage-Themen Ceph und Gluster anbelangte, aber auch die Updates zu den gegenwärtigen Aktivitäten im OpenStack- und Container-Umfeld. Sehr zu begrüßen ist, dass Red Hat derzeit besonders die Weiterentwicklung von Ceph und Gluster vorantreibt. Gerade Ceph weist derzeit noch Schwachpunkte bei iSCSI und NFS auf, was die Anbindung an „legacy“-Applikationen angeht.

Ein weiteres Highlight war für mich der Vortrag „Talent? From challenge to success factor“, bei dem zwei HR-Mitarbeiter über das Thema „Recruiting“ und „Talent Retention“ sowie die die Herausforderungen beim schnellen Wachstum der Firma referierten. Interessante Einblicke in Red Hat, die auch für unsere Weiterentwicklung relevant sind.
Den Überblick über all die Vorträge behielt ich dank der sehr gut gemachten App von Red Hat (für iOS und Android). Sie bot neben der Möglichkeit, sich seine eigene Agenda zusammenzustellen, auch eine Feedback-Funktion, mit der man die besuchten Vorträge bewerten konnte.

Die Konferenz bot zahlreiche Vorträge aus dem Red Hat-Ökosystem

Die Konferenz bot zahlreiche Vorträge aus dem Red Hat-Ökosystem

35 Lab-Sessions
Neben den Fachvorträgen gab es über 35 Lab-Sessions zu Red Hat-Technologien aus den Bereichen „Datacenter & Cloud“ (z.B. OpenStack/Ceph, OpenShift, Pacemaker, Red Hat Satellite), und „Middleware-Technologie“ (z.B. JBoss Data Grid, Mobile Application Development, JBoss Data Virtualization). Die Sessions wurden von einem Trainer angeleitet oder standen als „self-paced labs“ zum Selbststudium zur Verfügung. Weiterhin bestand die Möglichkeit, Prüfungen zu diversen Red Hat-Zertifizierungen wie z.B. Red Hat Certified System Administrator (RHCSA), Red Hat Certified Engineer (RHCE) oder Red Hat Certified System Administrator in Red Hat OpenStack abzulegen.

Aussteller: IBM, Dell, HP, Fujitsu und SAP
Im Ausstellerbereich waren neben Red Hat selbst auch Branchengrößen wie IBM, Dell, HP, Fujitsu und SAP vertreten. Darüber hinaus konnten sich die Teilnehmer an den Ständen anderer Red Hat Partner-Unternehmen wie z.B. Hortonworks, Black Duck Software oder SEP über deren Produkte und Dienstleistungen informieren. Besonders in den Pausen waren die Stände durchweg gut besucht.

Im Sitzen netzwerkt es sich besser auf der Red Hat Partner Conference 2015

Im Sitzen netzwerkt es sich besser…

Dank der großzügig bemessenen Pausen zwischen den Vortragsblöcken hatte ich viel Gelegenheit zum Austausch und Kennenlernen, der Hauptgrund für mich, die Konferenz zu besuchen. Hier konnte ich auch viel Feedback zu den aktuellen Entwicklungen bei openATTIC sammeln. Die Social Events boten ein unterhaltsames Rahmenprogramm und „entführten“ uns am Dienstagabend mit Bussen zu einem Beach-Club außerhalb von Frankfurt. Das BBQ-Büffet und diverse Show-Einlagen waren der perfekte Rahmen für Networking.

Mit der diesjährigen Partner Conference hat Red Hat eine sehr gelungene und informative Veranstaltung abgeliefert. Als Partner können wir unseren Kunden Know-how aus erster Hand vermitteln. Die Teilnahme an der Konferenz ermöglicht es uns, auf neue Trends frühzeitig reagieren zu können, um so sicherzustellen, dass wir auch zukünftig relevant werdende Themen adressieren können.

Nachtrag: Das openATTIC-Projekt ist zusammen mit dem Storage-Bereich der it-novum zum November 2016 an SUSE übergegangen. SUSE wird openATTIC zum Management-Frontend für die Verwaltung von Ceph-Clustern weiterentwickeln.

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Lenz Grimmer ist Team Lead Product Management & Development für unsere Software-Defined Storage-Plattform openATTIC. Lenz ist seit seinem Informatikstudium Mitte der neunziger Jahre mit dem Linux/Open Source Virus infiziert und seitdem im Linuxbereich unterwegs: als Entwickler für SUSE Linux und MySQL AB, als Community Relations Manager für MySQL und als Product Manager für die Oracle Linux Distribution und die Sync & Share – Lösung TeamDrive. Als openATTIC Product Manager unterstützt Lenz bei der Weiterentwicklung von openATTIC und dem Ausbau des Anwender- und Kundenkreises.
Webprofile von Lenz: Blog, Google+, XING.

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