Jahresrückblick 2014

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Wir wünschen unseren Lesern frohe Weihnachten!

Wir wünschen unseren Lesern frohe Weihnachten!

Auch wenn das Wetter noch keine weihnachtlichen Gefühle aufkommen lässt, der Blick auf den Kalender beseitigt jeden Zweifel: es ist schon wieder Dezember und das Jahr 2014 neigt sich dem Ende zu. Anlass für mich, einen Blick auf die letzten zwölf Monate zu werfen, die für uns sehr ereignisreich und spannend gewesen sind.

Spannend vor allem, weil wir eine Reihe richtig aufregender Projekte realisieren durften. Allen Kunden ist gemein, dass sie explizit nach offenen und flexiblen Lösungen suchten – und im Open Source-Bereich fündig wurden. Ende letzten Jahres hatte ich geschrieben, dass wir 2014 besonders auf Big Data, komplexes Monitoring und Storage setzen wollen. Diese Strategie hat sich als richtig herausgestellt. So ist Big Data in Deutschland mittlerweile etabliert, auch wenn ich immer wieder sehe, dass es bei vielen Unternehmen bis zum konkreten Projekt noch ein steiniger Weg ist. Wir konnten in diesem Bereich einige wichtige strategische Partner gewinnen und mit ihnen eine in Deutschland bislang einzigartige Veranstaltung organisieren: Die Big Data Analytics Days, auf denen neben unserem langjährigen Partner Pentaho auch die Big Data-Anbieter Cloudera, Infobright und MongoDB vertreten waren. Ein paar Monate früher sorgten wir mit einem weiteren Debut für Furore: Das Pentaho Community Meeting im Januar vereinte zum ersten Mal alle deutschsprachigen Pentaho-Anwender. Einen Tag lang tauschten sich über 50 Leute mit Pentaho-Entwicklern zur BI-Plattform aus. Das Treffen war so erfolgreich, dass wir es am 5. Februar 2015 erneut veranstalten.

Eine Einladung der besonderen Art ereilte uns im Frühjahr: Die OpenStack Foundation bat mich, unser Software-Defined Storage-Projekt openATTIC der OpenStack-Community vorzustellen. Mit dem Vortrag „Building a flexible and large-scale software-defined storage platform for OpenStack“ präsentierte ich openATTIC im Mai auf dem OpenStack CEE Day in Budapest und im Juni auf dem ersten OpenStack Day Italy in Mailand, bevor es im November nach Paris ging: Auf dem OpenStack Summit Paris 2014 konnte ich gleich zweimal openATTIC vorstellen.

Aufregend war auch das Jahr im Bereich Systemmanagement: Für Version 3 unserer Nagios-basierten Monitoring-Lösung openITCOCKPIT fiel im Frühjahr der Startschuss. Nach Einholung von viel nützlichem Praxisfeedback bei langjährigen openITCOCKPIT-Anwendern erstellten wir eine Funktionsliste und Roadmap für die neue Version. Geplant sind eine umfassende Überarbeitung der GUI und spannende neue Features.

Im Enterprise Content Management-Bereich wurden unsere langjährigen Bemühungen im Umfeld der ECM-Plattform Alfresco anerkannt: Im Februar ernannte uns Alfresco zum Platinum-Partner, eine Ehre, die nur sehr wenigen Alfresco-Partnern zuteil wird. Kurze Zeit später wurden wir der erste Partner eines weiteren wichtigen Players im Alfresco-Umfeld, Ephesoft. Diese Partnerschaft ist mir sehr wichtig gewesen, denn einerseits ist Ephesoft sehr gut mit Alfresco integriert und andererseits macht uns die Partnerschaft zum Komplettanbieter für integrierte Lösungen im Umfeld dokumentenbezogener Prozesse. Mit Ephesoft können wir erstmals alle Bereiche des Dokumentenkreislaufs anbieten, von der Dokumentenerfassung bis zur rechtssicheren Archivierung. Weitere „metallische“ Auszeichnungen gab´s im März und im April mit der Auszeichnung als SugarCRM Platinum Partner bzw. Liferay Silver Partner. Die Auszeichnung von Sugar durfte ich auf der diesjährigen SugarCon in San Francsico persönlich entgegen nehmen.

Fahrt aufgenommen hat dieses Jahr auch der Bereich Storagemanagement. Hier sind wir durch die Ausrichtung unseres Storage-Projekts openATTIC auf Software-Defined Storage ein großes Stück weiter gekommen. Neben drei OpenStack-Veranstaltungen und dem Open Source Workshop bei dbsystel war openATTIC dieses Jahr auch in Vorträgen, Workshops und Projektständen auf den Chemnitzer Linuxtagen, dem Berliner Linuxtag, der FrOSCon, der OpenRheinRuhr und dem openQRM Community Summit präsent. Das Feedback, das wir bekommen, ist sehr positiv, sodass wir uns 2015 mit dem spannenden Thema „Ceph-Integration in openATTIC“ beschäftigen werden. Auch unsere österreichische Niederlassung werden wir ab dem Jahreswechsel personell verstärken, um im Nachbarland die Themen Pentaho, Alfresco und openATTIC weiter auszubauen.

Personelle Verstärkung der besonderen Art gab es dieses Jahr durch Hanna, Lina Marie, Theodor und Jana. Neben Finn, Dilara und Marit, die mit ihren 2,5, 1,5 bzw. 1,2 Jahren schon fast zum „alten Eisen“ gehören, möchte ich diese it-novum-Babies herzlich begrüßen 🙂 Ein „Baby“ ganz anderer Sorte hat am 4. Dezember das Licht der Welt erblickt: im Hanser Verlag ist der schwergewichtige Leitfaden zu Pentaho und Jedox erschienen, den die Kollegen Stefan Müller und Christopher Keller verfasst haben. Er ist das erste Standardwerk in deutscher Sprache zu den beiden BI-Lösungen und ein echtes it-novum-Werk, da Kollege Sebastian Wenzky als Herausgeber der Reihe fungiert, in der das Buch erscheint.

Ein spannendes Jahr voller Ereignisse liegt hinter uns. Ich bin gespannt, was 2015 für uns bringt und blicke zuversichtlich auf die nächsten zwölf Monate. Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und schöne Feiertage, wir „lesen“ uns im Januar wieder!

Michael Kienle - Geschäftsführer „Open Source gehört in die Business-Welt und nicht in die Technologieecke“ – die Auffassung von Open Source als Business-Thema hat Michael Kienle maßgeblich mitentwickelt. Als ehemaliger Chief International Officer für die Open Source Business Foundation und Geschäftsführer eines SAP- und Open Source-Beratungsunternehmens gehört Michael zu den führenden Köpfen in der Open Source-Welt. Er schreibt regelmäßig als Experte für die Computerwoche.
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