GUUG-Frühjahrsfachgespräch 2016 – ein Nachbericht

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Das Frühjahrsfachgespräch der German Unix User Group fand 2016 in Köln statt

Köln meets GUUG

Vom 23. bis 26. Februar fand zum 15. Mal das Frühjahrsfachgespräch (FFG) der German Unix User Group (GUUG) statt. Ich war in diesem Jahr als Mitglied des Programmkomitees dabei und wirkte im Vorfeld an der Zusammenstellung des Vortragsprogramms mit. Die Auswahl war gar nicht so leicht, da viele qualitativ hochwertige und spannende Themen eingereicht worden waren, es aber leider nicht genug Slots für alle gab.

Zielgruppe des FFG sind IT-Administratoren, Entwickler und Entscheider, die sich fachlich näher mit bestimmten Themen auseinander setzen wollen. Veranstaltungsort war dieses Jahr die Universität in Köln, die damit bereits zum zweiten Mal Gastgeber der Konferenz war.

Wie üblich gab es an den ersten beiden Veranstaltungstagen ganztägige Tutorien. Die Teilnehmer konnten sich dabei zu Themen wie OpenStack, Puppet4, StaltStack oder Ceph praxisrelevantes Wissen aneignen. Am Donnerstag und Freitag lief ein breit gefächertes Vortragsprogramm in zwei parallel verlaufenden Sessions. Die Vorträge waren eng getaktet, in den Pausen wurden die Diskussionen weiter vertieft und neue Kontakte geknüpft.

Kutscher, Schriftsetzer und Systemadministratoren
Mein Vortrags-Highlight war die Keynote „Von Kutschern, Schriftsetzern, Managern und Systemadministratoren“ von Johann-Peter Hartmann, „Chief Tailwind Officer“ von Mayflower. In diesem sehr unterhaltsamen und auch provokanten Vortrag stellte Hartmann die in den meisten Firmen immer noch vorherrschenden hierarchischen Strukturen in Frage und zeigte, wie Kollaboration über das Internet und Open Source neue Wege öffnet, um sich zu organisieren und effektiv miteinander zu arbeiten.

Christian Schubert vom OSZ IMT referierte zu "Ceph – Aufbau und Anwendung eines objektbasierten Speichersystems"

Christian Schubert vom OSZ IMT referierte zu „Ceph – Aufbau und Anwendung eines objektbasierten Speichersystems“

Die darauf folgenden Fachvorträge behandelten Themen wie Storage (Ceph, LVM, Samba, Replikation), Netzwerk (Security, IPv6, Firewalling) und Administration (Ansible, Puppet, Consul). Viele der Vorträge wurden von Entwicklern aus den jeweiligen Projekten gehalten, so dass die Themen einen sehr fundierten technischen Tiefgang hatten.

Ein Novum war dieses Jahr die Möglichkeit, Vorträge direkt online bewerten zu können und individuelles Feedback zu Qualität und Inhalt abgeben zu können. Das stellt für das Programmgremium ein nützliches Input für die Organisation des Events im nächsten Jahr dar.

Der gesellige Teil des FFG fand dieses Mal in einer sehr exotischen Location statt: dem „Museum für Ostasiatische Kunst“. Der Abend bot den richtigen Rahmen für Gespräche und Networking. Wer wollte, konnte an einer sehr interessanten Führung durch das Museum teilnehmen, wo zu diesem Zeitpunkt die Sonderausstellung „Leiko Ikemura. All About Girls and Tigers“ zu sehen war.

Ich habe in diesen zwei Tagen viel Neues gelernt, alte Bekannte getroffen und wichtige neue Kontakte geknüpft. Die Qualität der Veranstaltung wurde mal wieder durch die interessanten und fundierten Vorträge unter Beweis gestellt und die Möglichkeit, direkt mit den durchwegs guten Referenten ins Gespräch zu kommen. Grund, um nächstes Jahr wieder mit dabei zu sehen, vielleicht dieses Mal mit einem eigenen Vortrag.

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Nachtrag: Das openATTIC-Projekt ist zusammen mit dem Storage-Bereich der it-novum zum November 2016 an SUSE übergegangen. SUSE wird openATTIC zum Management-Frontend für die Verwaltung von Ceph-Clustern weiterentwickeln.

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Lenz Grimmer ist Team Lead Product Management & Development für unsere Software-Defined Storage-Plattform openATTIC. Lenz ist seit seinem Informatikstudium Mitte der neunziger Jahre mit dem Linux/Open Source Virus infiziert und seitdem im Linuxbereich unterwegs: als Entwickler für SUSE Linux und MySQL AB, als Community Relations Manager für MySQL und als Product Manager für die Oracle Linux Distribution und die Sync & Share – Lösung TeamDrive. Als openATTIC Product Manager unterstützt Lenz bei der Weiterentwicklung von openATTIC und dem Ausbau des Anwender- und Kundenkreises.

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