Die 5 besten Tipps für Datenintegrationsprobleme Tipp 5: Gesetzliche Vorgaben durch ETL-Prozesse einhalten

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Compliance-Prozesse laufen ETL-gestützt besser ab

Compliance-Prozesse laufen ETL-gestützt besser ab

Datenintegration und Compliance bringt sicher nicht jeder im ersten Moment zusammen. Doch Unternehmensinformationen müssen im Rahmen regulatorischer Vorschriften verarbeitet werden. Die dabei nötigen Abläufe lassen sich in ETL-Prozessen abbilden und so automatisieren und effizient gestalten.

Dieser Tipp ist der Letzte in der Serie nach der besten Einbindung und Verwertung von Daten, der Verbesserung der Performance von Datenabfragen, der Optimierung der Datenqualität und der richtigen Verarbeitung von Streaming-Daten. Eine Zusammenfassung aller Lösungen findet sich im Whitepaper „Die 5 besten Lösungen für Datenintegration“.

Informationsverarbeitung bei der Erfüllung regulatorischer Vorgaben

Nicht nur die DSGVO und allgemeine Compliance-Vorschriften wie Verhaltenscodices bestimmen das Handeln von Unternehmen. Viele Branchen bewegen sich darüber hinaus innerhalb eines dichten Netzes aus Regelwerken und Verordnungen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Besonders engmaschig und komplex ist dieses Netz im Finanz-, Pharma- und Energiesektor. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Integration und Verarbeitung von Daten, beispielsweise um gesetzliche Vorschriften oder Meldepflichten zu erfüllen.

Die Erfüllung regulatorischer Vorgaben geschieht in bzw. mit Hilfe verschiedener Anwendungen und Datenbanken, die teils im Unternehmen selbst liegen, teils bei externen Dienstleistern, Agenturen oder Behörden. Ein Blick auf den stark von Regulatorien geprägten Finanzbereich verdeutlicht die Rolle von Datenverarbeitungsprozessen: Geldinstitute müssen eine Vielzahl von Meldepflichten erfüllen, die vom Nachweis von Eigenmitteln über die Meldung von Großkrediten bis zur Vorlage korrekter Produktbewertungen (z.B. bei Anleihen) reichen. Die dahinter liegenden Prozesse integrieren Informationen aus verschiedenen Systemen, von denen die meisten externe Datenquellen sind: Zentralbanken, Ratingagenturen, Schufa oder Marktdatenprovider wie Reuters oder Bloomberg halten Informationen vor, die für die tägliche Abwicklung von Bankgeschäften essentiell sind. Selbst das Kernbankensystem, in dem alle Transaktionen und Kundendaten einer Bank erfasst werden, wird von externen Dienstleistern gehostet. Das zeigt, wie dicht das Netz aus Datenverarbeitungsprozessen im Bankensektor ist und wie wichtig Informationen aus Drittsystemen für das Tagesgeschäft von Geldinstituten sind.

Alle diese Daten müssen integriert und verarbeitet werden. Unabhängig davon, ob die Informationen aus internen oder externen Systemen stammen, sind viele dieser Prozesse sehr komplex. Unternehmen betreiben eine große Anzahl solcher Prozesse, um ihren gesetzlichen Meldepflichten nachkommen zu können. Aufgrund der ständigen Zunahme der Regelwerke und ihrer Komplexität, die vor allem durch die europäische Integration getrieben ist, ist es längst nicht mehr möglich, diese Prozesse manuell durchzuführen.

Die Lösung: Business-Prozesse digitalisieren

Business-Prozesse, die große Mengen von Daten verarbeiten, lassen sich in IT-Prozessen abbilden und so automatisieren. Durch die Automatisierung verringern sich nicht nur mögliche Fehlerquellen, es lassen sich auch in kurzer Zeit große Datenmengen verarbeiten und gesetzliche Dokumentationspflichten erfüllen. IT-gestützt ist es zudem relativ einfach möglich, Überprüfungsmechanismen einzubauen, die für eine fehlerfreie Datenübermittelung und -verarbeitung sorgen.

Software für Datenintegration bildet die einzelnen Prozessschritte ab und integriert die involvierten Daten. Unabdingbare Voraussetzung dafür sind Schnittstellen, denn nur so lassen sich externe Systeme und Datenbanken anbinden. Je mehr vorgefertigte Konnektoren für die Schnittstellen die Datenintegrationssoftware mitbringt, desto mehr Zeit wird eingespart. Durch eine optimale Datenintegration reduzieren Unternehmen die Zeit für die Aufbereitung und Analyse ihrer Daten, denn sie macht die manuelle Erfassung von Daten überflüssig. So müssen z.B. Compliance-Verantwortliche nicht jedes Mal Daten neu verknüpfen, wenn sie einen Compliance-Bericht erstellen, da die Prozesse bereits eingerichtet sind. Das spart nicht nur Ressourcen, sondern die Prozesse gewährleisten auch, dass regulatorische Vorgaben eingehalten werden können.

Im letzten Beitrag der Serie werde ich die bisherigen Lösungen zusammenfassen und abschließend betrachten. Eine ausführliche Beschreibung aller Lösungen finden Sie im Whitepaper „Die 5 besten Lösungen für Datenintegration“.

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Stefan Müller - Director Big Data Analytics
Nach mehreren Jahren Tätigkeit im Bereich Governance & Controlling und Sourcing Management ist Stefan Müller bei it-novum gelandet, wo er den Bereich Big Data Analytics aufgebaut hat. Stefans Herz schlägt für die Möglichkeiten, die die BI-Suiten von Pentaho und Jedox bieten, er beschäftigt sich aber auch mit anderen Open Source BI-Lösungen. Seine Begeisterung für Business Open Source im Bereich Datenintelligenz gibt Stefan regelmäßig in Fachartikeln, Statements und Vorträgen weiter.
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