Den SAP-Datenschatz heben Teil 2: Abtauchen und fündig werden

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Abtauchen und fündig werden

Abtauchen und fündig werden

Für einen Nicht-SAP-Experten sind die Daten im SAP-System weder leicht zu finden noch einfach zu identifizieren. Glücklicherweise gibt es Analyse-Tools, die diese Aufgaben mit Bravour meistern können: Sie extrahieren die Daten aus dem SAP-System, bereiten sie in nutzerfreundlicher Form auf und verknüpfen sie mit Informationen aus anderen Programmen, etwa dem CRM-System.

Schatztauchen mit Erfolgsgarantie

Der erste Schritt, sobald der Zugriff auf die Daten erfolgt ist, besteht in ihrer Anreicherung. Einzelne SAP-Daten haben nur einen sehr begrenzten Informationsgehalt. Erst durch ihre Verknüpfung (sowohl miteinander als auch mit Nicht-SAP-Daten) gewinnen sie die für Analysezwecke notwendige Aussagekraft. Aus Bronzetalern werden Goldmünzen. Bei den SAP-fremden Systemen kann es sich um alle im Unternehmen genutzten Anwendungen handeln: CRM-, PPS-, HR-, MIS- und DM-Systeme, Helpdesk, Onlineshop, Sensorendaten, branchenspezifische Lösungen, Geo-Daten u.v.m.

Ein Blick ins Logbuch hilft bei der Zukunftsplanung

Während des Geschäftsbetriebs wächst die Datenmenge ständig. Damit sich die Verarbeitungsprozesse nicht verlangsamen und um die Rechenkapazitäten nicht ständig erweitern zu müssen, ist es sinnvoll, momentan nicht benötigte Informationen anderweitig abzulegen. Sie zu löschen, ist keine Alternative. Schließlich gibt es für bestimmte Daten eine Archivierungspflicht. Außerdem kann das abrufbare Wissen zur Historie helfen, Entwicklungen rückblickend zu bewerten und strategische Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Empfehlenswert ist es daher, die historischen Daten in einem Data Warehouse oder einem Data Lake zu speichern. Das hat den Vorteil, dass die Daten bei Bedarf verfügbar sind, ohne den alltäglichen Prozess zu belasten.

Auf der bewährten Route bleiben

Auswertungen erstellt man nicht jeden Tag neu. Analysen zielen schließlich darauf ab, dem Management fundierte Erkenntnisse und Prognosen zu liefern, die sie bei taktischen und strategischen Entscheidungen unterstützen. Die Datenauswertung hat daher nach einem festlegten Standard zu erfolgen, um reproduzierbare Ergebnisse zu liefern. Eine BI-Software gewährleistet diese Zuverlässigkeit.

Die Koordinaten geheim halten

Die Bedeutung der Datensicherheit im Zusammenhang mit Unternehmensinformationen und strategischen Überlegungen sollte nicht nur jedem Manager, sondern auch jedem Mitarbeiter bewusst sein. Umso erstaunlicher ist es immer wieder, wie sorglos Unternehmen mit diesem Wissensschatz umgehen. Eine BI-Software schiebt dem missbräuchlichen Zugriff auf Analysedaten einen Riegel vor. Durch ein entsprechendes Rechtesystem können Unberechtigte nicht auf die Informationen zugreifen. Manuelle Auswertungen, etwa in Form von Exceltabellen, können das bei Weitem nicht leisten.

Ein Navigationssystem namens Pentaho

Eine der wichtigsten Plattformen für Datenanalyse und -verarbeitung ist Pentaho. Es hat sich bei Datenintegration, Datenanalyse, Data Mining, Datenvisualisierung und Berichtserstellung im Big Data-Umfeld bewährt. Eine Komponente ist Pentaho Data Integration (PDI). Es handelt sich um eines der leistungsstärksten ETL-Werkzeuge auf dem Markt. PDI dient der Migration von Daten und dem Aufbau eines Data Warehouse mit Verbindungsmöglichkeiten zu anderen Datenbanken, um komplexe Analysen ausführen zu können.

Um SAP-Daten mit Pentaho Data Integration zusammenzubringen und mit weiteren Datenquellen zu verbinden, stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung, etwa Webservices Lookup step, Open Hub Service und Enterprise Services beziehungsweise Web Services. Ihre Nutzung ist teilweise recht komplex: Es bedarf kundenspezifischer Anpassungen in Form spezieller Transformationen.

Konnektoren sind zwar erhältlich, haben aber seit längerer Zeit kein Update mehr erfahren. Für neuere Pentaho-Versionen sind sie damit nutzlos. Damit SAP-Anwender dennoch die Vorteile der Datenanalyse durch Pentaho genießen können, haben wir entschieden, eine eigene Lösung zu entwickeln: den Pentaho/SAP Connector. Mehr davon beim nächsten Mal.

Laden Sie sich die ausführliche Broschüre zu dem Thema herunter: Mit Data Analytics SAP-Daten vergolden

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Stefan Müller - Director Big Data Analytics
Nach mehreren Jahren Tätigkeit im Bereich Governance & Controlling und Sourcing Management ist Stefan Müller bei it-novum gelandet, wo er den Bereich Big Data Analytics aufgebaut hat. Stefans Herz schlägt für die Möglichkeiten, die die BI-Suiten von Pentaho und Jedox bieten, er beschäftigt sich aber auch mit anderen Open Source BI-Lösungen. Seine Begeisterung für Business Open Source im Bereich Datenintelligenz gibt Stefan regelmäßig in Fachartikeln, Statements und Vorträgen weiter.
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