CMDB und Monitoring einführen: Nachbericht vom Praxis-Workshop ITSM

1
System-Monitoring bei der Fraunhofer Gesellschaft: Hinrich Ganzenberg

System-Monitoring bei der Fraunhofer Gesellschaft: Hinrich Ganzenberg

IT-Servicemanagement einzuführen, fällt für jeden IT-Leiter unter die Kategorie „Großprojekt“. Auf Einladung von it-novum und unserem Partner synetics trafen sich knapp 40 Power-User zum Wissensaustausch auf dem „ITSM Praxis-Workshop“. Auf der Agenda standen Strategien, Anforderungen und das richtige Vorgehen bei der Implementierung. Vier Anwender berichteten von ihren Erfahrungen bei der Einführung von Monitoring und IT-Dokumentation.

Das Informationsverarbeitungszentrum (IVZ) der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, das Fraunhofer Institut, die Stadtwerke Gießen und die Sparkasse Bad Hersfeld-Rothenburg haben erfolgreich eine CMDB (Configuration Management Database) und ein Monitoring-System eingeführt, und damit die Qualität ihres IT-Servicemanagements deutlich gesteigert. Von ihren Erfahrungen berichteten die vier Unternehmen auf dem Workshop im Konrad-Zuse-Museum im hessischen Hünfeld. In der Diskussion mit den Teilnehmern kristallisierten sich schnell die wichtigsten Voraussetzungen für erfolgreiche IT-Servicemanagement-Projekte heraus:

  • erfolgreiche Projekte müssen klein anfangen und dann inkrementell wachsen
  • Regelwerke müssen für die Mitarbeiter nicht nur erarbeitet, sondern auch bestimmt durchgesetzt werden
  • die Systeme müssen kontinuierlich aktualisiert werden, um ihre Aufgaben effizient zu erfüllen.
Jörg Middendorf vom IVZ der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten

Jörg Middendorf vom IVZ der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten

1. Einführung einer CMDB beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk
Das IVZ ist der zentrale IT-Dienstleister für mehrere ARD-Sender sowie das ZDF und beschäftigt ca. 130 Mitarbeiter. Vor der Einführung der CMDB erfasste das IVZ alle IT-Komponenten in verschiedenen Wikis, Excel- oder Worddateien. Durch die Einführung einer IT-Dokumentation gibt es jetzt eine einheitliche Datenbasis, die 90 Prozent der „alternativen“ Erfassungsformen überflüssig macht. Für das IVZ fungiert die CMDB als wichtige Planungsgrundlage: Wird ein neuer Server angeschafft, ist im System dafür bereits der Rack-Platz und die IP-Adresse festgelegt. So weiß jeder Mitarbeiter, wo der Server eingebaut werden soll, welche Stromleiste verwendet werden soll, etc. „Die CMDB schafft Transparenz im IT-Betrieb und stellt damit eine große Arbeitserleichterung dar“, sagt Jörg Middendorf, Unix- und Storageadministrator des IVZ. „Vor Beginn eines solchen Projekts sollte man sich aber vergegenwärtigen, dass eine CMDB kontinuierlich gepflegt und aktualisiert werden muss“.

Der vollständige Bericht über das Event ist in der Computerwoche erschienen.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Tags: , , , , , , ,

Ein Gedanke zu „CMDB und Monitoring einführen: Nachbericht vom Praxis-Workshop ITSM

  1. Pingback: Das war das itSMF Classic L!VE in Nürnberg

Kommentar schreiben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.