Aufbau eines Lieferantenportals mit Liferay – Teil1: Diagnose

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SAP Liferay 1Eine Integration von SAP in das Enterprise Portal Liferay kann die Kommunikationsprozesse zwischen Kunden, Lieferanten und Partnern deutlich erleichtern. Außerdem können dadurch auch Rechnungs- und Freigabeprozesse vereinfacht werden. In einer dreiteiligen Blog-Reihe zeigen wir Ihnen den Aufbau und die Funktionsweise einer SAP-Liferay-Integration und warum das Liferay-Portal eine effektive Alternative zu SAP-Netweaver ist.

In vielen Unternehmen ist ein SAP-System das Rückgrat der Business-IT und zahlreiche Unternehmensprozesse drehen sich direkt oder indirekt um die Arbeit mit diesem System: So werden Dienstleisterbeziehungen über SAP FI gepflegt und ständig auf gültige Zertifikate und Nachweise überprüft, die Rechnungsverarbeitung über SAP FI/CO verwaltet oder das Personalwesen die gesamten Mitarbeiter über SAP HCM erfasst. Auch weite Teile der Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten und Partnern stützen sich auf die ein oder andere Weise auf das SAP-System.

Vielzahl der Anwendungen schadet der Effizienz und schafft Fehlerquellen
Allerdings bringt eine durchgängige Abbildung der Unternehmensprozesse in SAP auch Probleme mit sich. Strukturierte und unstrukturierte Informationen wie Angebote, Rechnungen und E-Mails strömen über unzählige Kanäle durchs Unternehmen – und Ihre Menge nimmt beständig zu. Doch mit der Zunahme steigt in vielen Unternehmen auch das Arbeitsaufkommen für die Mitarbeiter. Zudem müssen die Mitarbeiter dann mit einer wachsenden Anzahl von IT-Systemen zurechtkommen, um ihre Arbeit verrichten zu können. Damit einhergehend, steigt auch die Zahl unterschiedlicher Benutzeroberflächen und unterschiedlicher Arbeitsabläufen, wodurch wiederrum die Effizienz sinken und die Fehlerquote steigen kann.

Damit stellt sich die Frage, wie es gelingen kann, die angestrebte Verbesserung der Arbeitsprozesse umzusetzen, ohne dabei auf die Vorteile einer durchgängigen Abbildung der gesamten Wertschöpfungskette in SAP zu verzichten?

Potenzial von Portalen weitgehend ungenutzt
Portale wie Liferay können hier Abhilfe schaffen, indem sie als zentrale Unternehmensschnittstelle fungieren. Mit einem solchen Enterprise-Portal können Informationen, Daten und Anwendungen unter einer einheitlichen Bedienungsoberfläche im Browser vereint und personalisiert werden, um dadurch Geschäftsprozesse im Unternehmen zu unterstützen. Mittlerweile gibt es in fast jedem Unternehmen ein solches Portal, das allerdings häufig nur zur einseitigen Informationsvermittlung im Intranet oder Internet genutzt wird. Einige Online-Shops nutzen Portalsoftware immerhin schon zur wechselseitigen, individuellen Kommunikation mit ihren Kunden, indem sie darüber beispielsweise eine Bestell- oder Lieferübersicht bereitstellen. Mit der automatisierten Bereitstellung von Informationen zu jeder gewünschten Tageszeit lässt sich ohne manuellen Aufwand ein zuvor bestehendes Kommunikations- bzw. Informationsdefizit beheben. Im B2B-Bereich sind solche Maßnahmen allerdings noch nicht sehr verbreitet. Noch immer werden sehr viele Dokumente ausgedruckt und per Post verschickt bzw. Informationen zu Liefer- und Rechnungsvorgängen noch überwiegend per Telefon übermittelt.

Möglichkeiten von Portalen
An diesem Punkt entfalten Portale ihr Potenzial: Moderne Portale wie Liferay lassen sich sehr passgenau auf die individuellen Arbeitsweisen und Anforderungen der Nutzer auslegen. Sie können Arbeitsprozesse vereinfachen und dank überzeugender Usability als  zentrale Arbeitsoberfläche eines Mitarbeiters dienen. Liferay geht hier noch einige Schritte weiter, indem es einen orts- und systemunabhängigen Zugriff auf Informationen und Prozesse ermöglicht. Über Liferay können Mitarbeiter auch von mobilen Endgeräten auf alle für sie relevanten Daten zugreifen – ohne, dass dafür eine eigene App entwickelt werden muss.

Finden Sie in diesem kurzen Exkurs bereits Ihre Herausforderungen wieder? Im nächsten Beitrag gehe ich auf einzelne Prozesse ein und zeige auf, wie Sie sich durch eine Integration in Liferay verbessern lassen.

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Brian Kurbjuhn - Director Enterprise Information Management
Brian Kurbjuhn leitet den Bereich Enterprise Information Management bei it-novum. Seit vielen Jahren begleitet er Kunden bei der Umsetzung digitaler Geschäftsprozesse, mit Fokus auf deren nachhaltiger Optimierung. Als studierter Wirtschaftsinformatiker legt Kurbjuhn besonderen Wert auf das Zusammenspiel von Business und Technologie. Seine fundierte Open Source-Expertise ist auf zahlreichen Vorträgen und Workshops gefragt.
Webprofile von Brian: Twitter, XING

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