Auf der Siegerstraße: IoT mit Open Source

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IoT und Open Source sind zusammen erfolgreich

IoT und Open Source sind zusammen erfolgreich

Das Internet of Things marschiert auf der Siegerstraße. Gartner rechnet für 2020 mit 20,4 Milliarden vernetzten Geräten. Open Source-Lösungen ermöglichen diesen Siegeszug: Im IoT-Report von Vision Mobile gaben über 90% aller Entwickler von IoT-Lösungen an, Open Source-Software einzusetzen. Es ist klar: offene Technologien sind die Grundlage dieser Boom-Branche.

Themen wie Predictive Maintenance, Connected Vehicles oder Smart Cities stehen auf der Liste vieler IoT-Projekte. Open Source-Lösungen spielen dabei eine ausschlaggebende Rolle. Warum das so ist? Offene Technologien erfüllen schlichtweg die Anforderungen moderner IoT-Plattformen: in Bezug auf Schnittstellen, Sicherheit und Transparenz, Entwicklerfreundlichkeit, Skalierung und natürlich auch in Hinblick auf die Anschaffungs- und operativen Kosten. Mit Open Source kann das gesamte Spektrum abgedeckt werden: Betriebssysteme (z.B. Raspian, UbuntuCore 16, Android Things oder Zephyr), Entwickler-Frameworks und -Bibliotheken (Apache Camel, ActiveMQ und Drools) als auch Hardware (z.B. Arduino, Rasperry Pi) stehen zur Verfügung und werden weltweit eingesetzt.

Innovation braucht Flexibilität
Im IoT-Bereich können Open Source-Lösungen ihre Vorteile optimal zur Geltung bringen. Ihre Flexibilität hilft den Anbietern, die in hoher Geschwindigkeit Innovationen hervorbringen und dafür erprobte und schnell verfügbare Software-Komponenten benötigen. Diese Geschwindigkeit ist im IoT-Umfeld von hoher Bedeutung, da hier Änderungen schneller als in jedem anderen IT-Bereich Normalität sind. Unvorstellbar, dass bei solcher Dynamik Systeme nur von einem Hersteller entwickelt und betreut werden. Nur der Open Source-Ansatz kann mit seinen Entwickler-Communities bei den dramatisch schnellen Entwicklungen Schritt halten.

Der Einsatz von Open Source spart Zeit und Geld. Beispiel: Schnittstellen, die die Integration verschiedenster Systeme einfach ermöglichen. Die offenen Quellcodes erlauben zudem rasche Anpassungen an individuelle Anforderungen oder an veränderte Marktbedingungen, wenn etwa neue Funktionen hinzugefügt werden sollen. IoT-Systeme sind von hoher Komplexität und Heterogenität geprägt. Sensoren und Devices tauschen Informationen miteinander in den unterschiedlichsten Formaten. Interoperabilität ist deshalb ein Muss für IoT-Systeme – und kein Problem von offenen Technologien, die von Grund auf auf offenen Schnittstellen aufbauen. Gleichzeitig bietet diese Offenheit aber auch maximale Transparenz, was wiederum das Vertrauen der Anwender erhöht.

Für Sicherheit ist gesorgt
Deshalb decken Open Source-IoT-Lösungen auch Sicherheitsaspekte genügend ab. Die Quellcodes liegen offen und stehen jedem zur Verfügung. Damit werden sie automatisch von sehr vielen Augen geprüft. So werden Fehler oder Sicherheitslücken in der Regel schnell entdeckt und können rasch behoben werden. Und nicht zuletzt sprechen die Kostenvorteile für sich – aufgrund der Datenvolumina sind proprietäre Lösungen für viele Unternehmen budgetär überhaupt nicht denkbar.

Die Anbieter von IoT-Plattformen sparen durch den Einsatz etablierter Open Source-Lösungen nicht nur am meistens knapp bemessenen Entwicklungsbudget, sondern vor allem an wertvoller Zeit. Diese können sie an anderer Stelle, etwa für die optimale Ausrichtung des Angebots auf die Anwenderanforderungen und -wünsche, besser einsetzen. Die Communities rund um IoT-orientierte Open Source-Technologien spielen eine tragende Rolle bei der Weiterentwicklung und der Verbreitung von IoT-Plattformen, wovon der Anwender am Ende profitiert.

Unternehmen, die IoT-Angebote realisieren wollen, sollten sich vor den Möglichkeiten, die Open Source-Lösungen wie Cloudera oder Pentaho bieten, nicht verschließen. Sie sollten vielmehr die Vorteile im Vergleich zu anderen Ansätzen abwägen. Ich bin sicher, dann kommen sie sehr schnell zum Schluss, dass offene Technologien der richtige Weg zu integrierten IT-Lösungen sind. Das ist der Grund, warum in immer mehr IoT-Plattformen und Geräten Open Source-Software zum Einsatz kommt.

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Michael Kienle - Geschäftsführer „Open Source gehört in die Business-Welt und nicht in die Technologieecke“ – die Auffassung von Open Source als Business-Thema hat Michael Kienle maßgeblich mitentwickelt. Als ehemaliger Chief International Officer für die Open Source Business Foundation und Geschäftsführer eines SAP- und Open Source-Beratungsunternehmens gehört Michael zu den führenden Köpfen in der Open Source-Welt. Er schreibt regelmäßig als Experte für die Computerwoche.
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