4 Grad mehr: Ein kleiner Beitrag zur Energiewende

0
27.01.2013ǀ ǀ Monitoring
Kombisensor von pm+v

Ein Kombisensor der Marke pm+v (Quelle: Elektro-Bauelemente MAY KG)

Schneller, höher, weiter heißt das Motto der Rechenzentren. Viele unserer Kunden verbringen einen Großteil ihrer Arbeitszeit damit, die Serverleistung ständig zu steigern und die Rechnerdichte zu erhöhen. Aber kaum ein Administrator macht sich Gedanken darüber, welche Auswirkungen die zusätzliche Serverpower auf das Raumklima und auf den Energieverbrauch haben.

Dabei ist das ganz einfach. Energiewende hin oder her, schon einfache Maßnahmen auf Infrastrukturebene machen die Klimatisierung deutlich effizienter. Ein Beispiel: Das Anheben der Raumtemperatur in den Serverräumen. Viele Server halten heute Umgebungstemperaturen von 30 – 35 Grad aus (Herstellerangabe beachten!). Die Luftansaugtemperatur liegt in den meisten Rechenzentren aber im Bereich 20 – 25 Grad. Wird sie um ein paar Grad erhöht, muss sie weniger stark abgekühlt werden. Der Energiebedarf der Klimaanlage verringert sich so schon deutlich.

Rechnen wir es einmal durch: Eine Anhebung von den üblichen 22 Grad auf 26 Grad führt zu einer Einsparung von sage und schreibe rund 16%. Und das ohne zusätzliche Investitionen!

Zu beachten ist allerdings die relative Luftfeuchtigkeit. Damit es nicht zu statischen Aufladungen kommt, darf die Luftfeuchtigkeit 30 Prozent nicht unterschreiten. Zu feucht darf es auch nicht sein, um vor Korrosion geschützt zu sein. Sie sollten also Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Blick haben.

Eine gute Möglichkeit, um Außenwerte wie Temperatur, Luftfeuchte, Rauch oder auch Bewegung im Serverbereich zu überwachen, sind die Sensoriklösungen von pm+v. Integriert in das Systemmanagement von openITCOCKPIT setzen wir die Sensoren regelmäßig in Projekten ein und machen gute Erfahrungen damit. Die folgenden Screenshots zeigen, wie die Messwerte in openITCOCKPIT visualisiert werden:

Der gängigste Sensor ist der Kombisensor, der Temperatur, Luftfeuchte, Rauch und Bewegung erfassen kann. Einmal im Rack installiert, haben Sie nach der Konfiguration der Schwellenwerte alle sensorischen Daten im Blick. Wird ein Schwellenwert verletzt, sendet openITCOCKPIT eine Benachrichtigung. Das geht nicht nur bei Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Ein- und Ausgangsmodule, Sensoren für die Zugangskontrolle, das Strommanagement und weitere Bereiche helfen, den Energieverbrauch im RZ gering zu halten. Wir haben fast alle Module schon einmal ausprobiert und in Kombination mit openITCOCKPIT bei Kunden eingesetzt.

Fragen zur Sensorik? Hinterlassen Sie mir einen Kommentar!

Tags: , , , ,

Christoph Weß, Account Manager
Christoph Weß ist Informatiker und Senior Account Manager. Als „Mann der ersten Stunde“ bei der it-novum berät Christoph seit 1999 Kunden in den Bereichen Systemmonitoring (openITCOCKPIT), Helpdesk-Lösungen (OTRS, IT-Dokumentation (i-doit) und weiteren infrastrukturnahen Themen.

Webprofile von Christoph: XING, Twitter

Kommentar schreiben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.