2013: Ein gutes Stück vorangekommen – 2014: Noch viele spannende Aufgaben vor uns

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Jahresrückblick2Auch, wenn es mir inmitten des um sich greifenden Geschenkewahnsinns und Konsumrauschs schwer gefallen ist: Ich habe ein paar ruhige Minuten gefunden, um das sich dem Ende zuneigende Jahr Revue passieren zu lassen. Es ist – anders als ich erwartet hatte – kaum ruhiger verlaufen als das Jahr zuvor. Der Markt für Business Open Source ist weiter in Bewegung und wächst! Das haben wir in den vergangenen zwölf Monaten deutlich gespürt.

Mit unserem Ansatz, anspruchsvolle Open Source-Lösungen auf Business-Niveau anzubieten, mussten wir weiterhin Pionierarbeit leisten. Nicht für Open Source im Allgemeinen, aber um die Offenheit gegenüber Lösungen zu fördern, die es vom Umfang her zwar nicht mit den etablierten Big Playern aufnehmen können, aber die fehlenden Features (die by the way sowieso niemand braucht) mit Flexibilität und überschaubaren Kosten aufwiegen. Open Source ist arriviert. Ganz im Toplevel-Bereich angekommen ist es jedoch noch nicht. Das haben mir viele Gespräche mit IT-Leitern, CIOs und Geschäftsführern gezeigt. Offenbar herrscht noch viel Beratungsbedarf, was den Einsatz quelloffener Lösungen in geschäftskritischen Bereichen betrifft.

Diesen Bedarf haben wir gespürt und wie ich denke, erfolgreich befriedigt und in Projekte umgesetzt. Die Bereiche Infrastruktur, Business Intelligence und Enterprise Content Management wuchsen aufgrund guter Lösungen und Business Templates stärker als erwartet. Unsere Niederlassung in Wien konnten wir aufgrund der steigenden Nachfrage nach professionellen IT-Dienstleistungen in Österreich weiter ausbauen. Auch personell sind wir gewachsen.

Vor mehr als fünf Jahren haben wir unsere Strategie geändert und auf ausgereifte Open Source-Lösungen gesetzt. Diesen Kurs verfolgen wir seitdem und haben dabei die beiden internen Bereiche Applikationen und Infrastruktur stark ausgebaut. Einen besonderen Schwerpunkt haben wir dieses Jahr auf die Geschäftsfelder System- und Servicemanagement, Datacentermanagement, Business Intelligence, BigData und Enterprise Content Management gelegt. Wir haben sie durch strategische Partnerschaften mit Open Source-Lösungsanbietern wie i-doit, Pentaho und Alfresco sowie eigenen Investitionen und der Neuanstellung von 14 neuen Mitarbeitern gezielt gestärkt.

Schnittstellen zwischen SAP und Open Source-Anwendungen sind nach wie vor ein Thema, über das wir uns erfolgreich von Mitbewerbern absetzen. Als langjähriger SAP-Berater und -Implementierer haben wir durch die Kombination mit Open Source ein einzigartiges und – unseren eigenen Recherchen zufolge – im deutschsprachigen Raum einmaliges Portfolio. Wir haben das Thema schon vor Jahren erkannt und konsequent darauf gesetzt. So sind im Laufe der Jahre eine Reihe von Schnittstellen entstanden (u.a. für Nagios/openITCOCKPIT, Pentaho, SugarCRM). Dieses Jahr haben wir deutlicher denn je gemerkt, dass es sich auszahlt, wenn man nicht nur Kompetenz im Open Source-Bereich, sondern auch Erfahrung mit dem Betrieb großer SAP-Installationen vorweisen kann.

Was sind aber die Themen für das kommende Jahr? Im Bereich Infrastruktur definitiv Überwachungsszenarios in komplexen IT-Infrastrukturen, die Integration mit Drittsystemen und die flexible Verwaltung von Storage. Wir wollen unsere Monitoring- und Cloud-Storage-Lösungen ausbauen und das Leistungsportfolio im Bereich Data Center Lifecycle Integration erweitern.

Was den Bereich Business Intelligence betrifft, waren wir mit Big Data und Business Analytics sehr erfolgreich und konnten zehn Projekte realisieren. Nächstes Jahr werden wir noch stärker auf Hadoop und NoSQL-Datenbanken setzen, die laut der Marktbeobachter von The Varguy zu den bedeutendsten Technologien 2014 gehören werden.

Gartner hat in einem kürzlich erschienen Bericht das Thema „persönliche Cloud“ zu den zehn wichtigsten technologischen Trends erklärt. Wir fühlen uns daher in unserer Strategie bestärkt, weiterhin auf Dokumente-in-der-Cloud zu setzen. Unsere Kunden im Enterprise Content Management-Segment hat dieses Jahr vor allem die Frage nach Sicherheit und Flexibilität im Umgang mit Unternehmensinformationen beschäftigt. Mit Alfresco bieten wir ihnen eine offene und auf Standards beruhende Plattform, die Mitarbeitern alle Freiheiten beim Ablegen und Teilen von Dokumenten lässt, den Unternehmen aber die Kontrolle über ihre Daten zurückgibt.

Mein Fazit: 2013 war ein spannendes Jahrfür uns. Es war voller Herausforderungen, Überraschungen, nicht ganz ohne Enttäuschungen und mit jeder Menge Lerneffekten. Ein Jahr, das mich neugierig auf das Jahr 2014 macht!

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Fest, ein paar ruhige Tage und hoffe, dass wir uns im Januar „wiederlesen“.

Ihr Michael Kienle

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Michael Kienle - Geschäftsführer „Open Source gehört in die Business-Welt und nicht in die Technologieecke“ – die Auffassung von Open Source als Business-Thema hat Michael Kienle maßgeblich mitentwickelt. Als ehemaliger Chief International Officer für die Open Source Business Foundation und Geschäftsführer eines SAP- und Open Source-Beratungsunternehmens gehört Michael zu den führenden Köpfen in der Open Source-Welt.
Webprofile von Michael: Twitter, XING, LinkedIn

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